Ludwigslust : Heli bereit für Einsatz aus der Luft

Pilot Achim Widmann aus Baden-Württemberg übernimmt die Einsätze aus der Luft.  Fotos: M. Seifert
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Pilot Achim Widmann aus Baden-Württemberg übernimmt die Einsätze aus der Luft. Fotos: M. Seifert

Bis Freitag wird ein Hubschrauber von Bockup aus auf rund 450 Hektar Fläche das Mittel gegen den Eichenprozessionsspinner sprühen

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03. Juni 2015, 11:50 Uhr

Langsam setzen sich die Rotorblätter in Bewegung, der Helikopter erhebt sich vom Gelände der Straßenmeisterei in Ludwigslust in die Lüfte. Damit begann gestern kurz nach 14 Uhr in unserer Region die nächste Etappe zur Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners aus der Luft. Pilot Achim Widmann ist mit der Maschine vom Typ AS 350 Eurocopter auf dem Weg nach Bockup, hier ist der Start und Landeplatz für die Einsätze im Bereich Dömitz-Grabow. „Dort entscheide ich dann, wann es losgeht, das hängt aber vom Wind ab“, sagt der erfahrene Hubschrauberpilot, der seit 1997 Helikopter fliegt. Mit seiner Firma Helix Fluggesellschaft GmbH aus Neuenstein in Baden-Württemberg ist der Geschäftsführende Gesellschafter bereits das dritte Jahr im Auftrag des Landkreises im Einsatz. „Geflogen wird in den betroffenen Eichen-Gebieten im Schnitt zwei Meter über der Baumkrone. Ein Sprüheinsatz dauert rund 15 Minuten.“ Achim Widmann hat unter dem Rumpf des Helikopters einen Tank von 650 Litern des Sprühmittels Foray ES zur Verfügung, das auch im letzten Jahr schon genutzt wurde. „Sechs Starts stehen heute an, auf rund 13 Hektar Fläche. Bis 20 Uhr kann geflogen werden.“

Am Boden zeigten Dr. Ute Siering, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit, mit ihrer Mitarbeiterin Heidrun Fligge, Sachberarbeiterin Hygiene und Umweltmedizin des Landkreises, auf der Karte die eingetragenen Einsatzorte. „Nach dem Einsatz sollen die besprühten Flächen für zwölf Stunden nicht betreten werden, entsprechende Warnschilder weisen die Bevölkerung darauf hin. Wenn alles nach Plan läuft, Wind und Wetter es zulassen, soll die Bekämpfungsaktion aus der Luft am Freitag, dem 5. Juni, abgeschlossen sein.“ In der Zwischenzeit waren die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Ludwigslust des Straßenbauamtes Schwerin sowie Kollegen aus den Kreisstraßenmeistereien Ludwigslust, Hagenow und Parchim schon ausgeschwärmt, um die Einsatzorte abzusperren und die Hinweisschilder aufzustellen. Auch Beamte des Polizeihauptreviers Ludwigslust unterstützen die Aktion. „17 Fahrzeuge der Straßenmeisterei Ludwigslust mit 30 Kollegen haben wir losgeschickt“, erläuterte Andreas Ehrhardt, als Technischer Angestellter für die Einsatzplanung der Fahrzeuge verantwortlich. „Wir machen das schon das dritte Jahr und haben da schon Erfahrung in der Organisation“, pflichtet ihm sein Kollege Uwe Brinker, Leiter der Kreisstraßenmeisterei Ludwigslust, bei.

Einsätze gegen den Eichenprozessionsspinner sind im Amt Dömitz-Malliß, im Amt Grabow, im Amt Ludwigslust-Land, im Amt Hagenow-Land, im Bereich der Stadt Ludwigslust, der Stadt Lübtheen, der Stadt Boizenburg/Elbe, Stadt Hagenow, im Amt Boizenburg-Land und im Amt Wittenburg vorgesehen. Die Planungen sind im Internetportal des Landkreises unter www.kreis-lup.de online abrufbar. Hier sind auch umfangreiche Bürgerinformationen in Zusammenhang mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zu finden, darunter Merkblätter zum Gesundheitsschutz. Die ebenfalls hier veröffentlichte „Interaktive Karte zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft“ mit den gekennzeichneten Bekämpfungsflächen wird täglich aktualisiert, so dass man den Fortgang der Maßnahme online verfolgen kann.

„In diesem Jahr werden rund 450 Hektar besprüht. Dabei handelt es sich um Gebiete mit weiterhin sehr hohem Befall durch den Eichenprozessionsspinner und um Gebiete, die davon bislang nicht betroffen waren“, so Dr. Ute Siering.

2014 wurden auf einer rund 1400 Hektar großen Fläche befallene Eichen besprüht. Im Jahr zuvor waren es etwa 1000 Hektar.

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