Registrierungsaktion im Alpincenter : Helfen, Andrés Leben zu retten

André und Xenia, die sich vor wenigen Tagen das Ja-Wort gaben, wenden sich mit einer ganz persönlichen Botschaft an ihre Mitmenschen.
André und Xenia, die sich vor wenigen Tagen das Ja-Wort gaben, wenden sich mit einer ganz persönlichen Botschaft an ihre Mitmenschen.

29-Jähriger benötigt dringend eine Stammzellspende. Am Sonntag startet im Alpincenter Hamburg-Wittenburg Registrierungsaktion

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11. November 2017, 15:25 Uhr

Der 29-jährige André hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist seine letzte Überlebenschance. Aus diesem Grund organisieren seine Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS eine öffentliche Registrierungsaktion. Diese wird morgen um 10 Uhr im Alpincenter Hamburg-Wittenburg eröffnet. André und Xenia, die sich vor wenigen Tagen das Ja-Wort gaben, wenden sich mit einer ganz persönlichen Botschaft an ihre Mitmenschen.

Eine emotionale und anstrengende Vorbereitungszeit von nunmehr über vier Wochen soll Sonntag ihren Höhepunkt finden. Dann hat jeder die Chance, dem Mann zu helfen, der in den letzten Wochen so viele Herzen berührte. Über 50 freiwillige Helfer warten am Sonntag zwischen 10 und 15 Uhr auf die potenziellen Lebensretter, die Feuerwehr regelt den Zugang zum Aktionsgelände. Für das leibliche Wohl ist mit herzhaften und süßen Speisen gesorgt und ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Tombola, Kinderschminken und vielem mehr lädt zum Verweilen für Groß und Klein ein. Die Einnahmen daraus fließen in den Spendentopf der Aktion und damit in die Finanzierung der Registrierungen.

Mit emotionalen Worten wendet sich André nun unmittelbar vor der Registrierungsaktion an die Öffentlichkeit: „Es fing etwa drei Wochen vor der Diagnose an, dass meine Beine schwer und müde waren. Später kamen starke Hüftschmerzen hinzu. Die Gedanken, dass diese Symptome mit einem Rückfall in Verbindung stehen, kamen mir nicht in den Sinn. Einen Tag vor der Diagnose war mir kalt, worauf ich meine Körpertemperatur gemessen habe. Selbst als das Thermometer 38,3 Grad anzeigte, bin ich nicht von einem Rückfall ausgegangen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sind wir noch am selben Abend ins Krankenhaus gefahren, um meine Blutwerte überprüfen zu lassen. Dann ging alles sehr schnell. Nachdem mir die Ärztin sagte, dass meine Blutplättchen zu wenig waren, wurde ich direkt mit einem Krankenwagen vom Hagenower Krankenhaus nach Schwerin verlegt. In diesem Moment fing für mich der Albtraum an. Ich habe mir nichts sehnsüchtiger gewünscht, als eine Entwarnung von den Ärzten zu hören. Nach einigen Untersuchungen und einer Beckenkammpunktion bekam ich am 29. September die Diagnose, der Krebs sei zurück und ich bräuchte neben einer Chemotherapie auch eine Stammzellenspende. In diesem Moment ist alles in mir zusammengebrochen. Durch meinen Kopf schossen 1000 Gedanken. Die Angst zu sterben, meine Verlobte alleine zurück zu lassen, die Geburt meines Kindes nicht mitzuerleben. In den nächsten Tagen war ich seelisch komplett unten. Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt: ,Warum, warum wieder ich?’. Während jeder andere sein Leben weiterlebt, werde ich wieder von heute auf morgen herausgerissen. Die Angst davor, wie ich die nächsten Wochen, Monate überstehen soll. Ich sehe positiv in die Zukunft und werde dafür kämpfen, gesund zu werden und für meine Familie da zu sein. Bitte, lasst euch registrieren und ihr werdet zum Lebensretter!“

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