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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 22:44 Uhr

Neustadt-Glewe : Heiratsantrag im Burgturm

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neustadt-Glewes neues Burgfräulein Diana Thiel berichtet, warum sie sich für das „Amt“ beworben hat

Einst stand ein junges Mädchen im Burgturm und träumte davon, in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Viele Jahre später sollte sich dieser Traum erfüllen.

Das Mädchen von damals ist heute Neustadt-Glewes Burgfräulein: Diana Thiel. Die 35-Jährige wurde Ende Januar in dieses Amt gewählt (SVZ berichtete). Wie war das einst mit dem Traum? „Ich habe damals in Lübz gewohnt, bin als Jugendliche aber immer zum Neustädter Burgfest gekommen“, erinnert sich Diana Thiel. „Hier stand ich auch später dann ganz oft im Burgturm und habe von dort auf das Fest geschaut. Das Flair war so schön, dass ich praktisch in eine andere Welt eingetaucht bin.“

Vor ungefähr zehn Jahren legte sich Diana ein mittelalterliches Kleid zu, jenes Kleid, das sie auch an dem Abend trug, als sie Burgfräulein wurde. Diana Thiel wohnt inzwischen längst in Neustadt-Glewe, ist seit 2009 mit Ehemann René verheiratet. „Er hat mich letztes Jahr dann auch überzeugt, mich der Wahl zum Burgfräulein zu stellen“, schmunzelt Diana. Passt irgendwie auch zur Liebesgeschichte der beiden. Denn auch hier spielt der Turm der Neustädter Burg eine Rolle. „René und ich besuchten im Januar 2009 gemeinsam das Museum in der Burg. Plötzlich ließ er sich von einer Mitarbeiterin den Schlüssel für den Turm geben und führte mich hinauf. Ich dachte erst, er wollte mir eine ganz persönliche Führung schenken“, so Diana. Doch es sollte anders kommen: „Im Turm stand Sekt, alkoholfreier, denn ich trinke keinen Alkohol. Dann holte René aus einer Nische Verlobungsringe und machte mir im Turm einen Heiratsantrag“, erinnert sich das heutige Burgfräulein. Das Lächeln verrät, dass es sicher einer der bis dahin schönsten Augenblicke in ihrem Leben war. Einige Monate später wurde geheiratet.

Das Faible fürs Mittelalter hat Diana Thiel schon lange, wie ihre Geschichte zeigt. „Ich habe auch schon früh angefangen, historische Filme zu schauen und entsprechende Bücher zu lesen“, sagt sie. Kein Wunder, dass die Mutter eines vierjährigen Sohnes namens Taran als Burgfräulein nun ihren „Traumjob“ gefunden hat.

Hier geht sie genau so auf, wie im richtigen Job. Diana Thiel ist Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin, arbeitet konkret als Schulsozialarbeiterin. Sie freut sich schon auf nächste Woche. „Dann kommt einer unserer Lehrer mit seiner Klasse auf die Burg. Die Kinder werden bestimmt staunen, wenn sie das Burgfräulein sehen. Sie wissen nämlich nicht, dass ich es bin“, so Diana. Einer ihrer ersten Auftritte außerhalb der Stadt ist für das zweite Märzwochenende auf der Ostseemesse geplant.

Sie freut sich auf die kommenden zwei Jahre, in denen sie Neustadt-Glewe repräsentieren darf. Die Familie soll aber nicht zu kurz kommen. Dabei weiß sie, dass sie auf tatkräftige Hilfe bauen kann: „Ich habe einen tollen Mann, der mich unterstützt.“

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