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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 18:04 Uhr

Heiddorf : Heiddorf künftig besser geschützt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mit dem Bau der Hochwasserschutzanlage im Neu-Kalisser Ortsteil wird Ende Juni begonnen. Das Projekt wird über das Eler-Programm gefördert.

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 17:00 Uhr

„Die Holzungsarbeiten sind abgeschlossen. Die Firma MUT Umwelttechnik Ludwigslust hat rund 50 Bäume abgenommen, um die Voraussetzungen zu schaffen für den Bau der Hochwasserschutzanlage in Heiddorf.“ Walter Klamann von der Dömitzer Außenstelle des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StaLU) erklärt den Mitgliedern der Schaukommission während der Frühjahrsdeichschau in Heiddorf die Details der Planung und der Bauausführung.

Der Bau der künftigen Anlage kam bereits kurz nach dem Hochwasser von 2013 ins Gespräch. Damals hatte sich gezeigt, dass Heiddorf ein Schwachpunkt im Hochwasserschutz ist. Das Hochwasserschutzsystem in Neu Kaliß und Heiddorf und damit die vorhandenen Schutzanlagen waren auf das Bemessungshochwasser aus dem Jahre 1983 (17,35 Meter Normalhöhennull NHN) an der Mündung der Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW) in die Elbe ausgerichtet. Unberücksichtigt blieb ein Eigenhochwasser der MEW. Treffen beide Hochwasser zusammen, droht Heiddorf zu überfluten. Diese Gefahr soll die künftige Schutzanlage (18,15 Meter NHN) nun bannen. Nach erfolgter Submission wird ein Unternehmen aus der Region beauftragt, die Arbeiten auszuführen, ließ sich dazu Michael Lübke, Dezernent beim StALU, vernehmen.

„Ende Juni soll Baubeginn sein“, so Walter Klamann, der nun zum letzten Mal an einer Frühjahrsdeichschau teilnahm, weil er Ende August in den Ruhestand gehen wird. „Das Bauende ist für Ende April 2017 vorgesehen“, so der Ingenieur für Wasserbau, der gern noch dieses Vorhaben in eigener Regie zu Ende gebracht hätte. Aber mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres muss er aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden.

Walter Klamann ließ in der Runde in Heiddorf den Übersichtsplan der Baumaßnahme herumgehen, damit sich die Mitglieder der Schaukommission schon mal ein Bild vom technischen und zeitlichen Ablauf des Bauprojekts machen konnten. Es wird eine Stahl-Spundwand errichtet, die im Notfall teilweise noch durch mobile Elemente erhöht werden kann. Die Schutzanlage wird in Form einer 690 Meter langen mit Stahlbeton verkleideten Stahlspundwand in drei Bauabschnitten sowie einer 255 Meter langen sogenannten Verwallung errichtet. „Für die Rammung und Betonholme werden in diesem Jahr etwa 850 000 bis 900 000 Euro benötigt“, so Walter Klamann. Insgesamt steht 2016 eine Summe von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, die über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler) in MV und vom Bund finanziell gefördert wird. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

„Die Vorbereitung dieses Vorhabens ist sehr gut gelaufen“, meinte Burkhard Thees, Amtsvorsteher des Amtes Dömitz-Malliß und Bürgermeister der Gemeinde Neu Kaliß. „Wir hatten große Unterstützung durch das StALU in Person von Walter Klamann und durch den Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht.“

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