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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 20:45 Uhr

dömitz : Heiddorf: Baustart für 2016 geplant

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf der gestrigen Herbstdeichschau im Bereich Dömitz über Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Heiddorf und Kaliß informiert

Baustart für die Errichtung der Spundwand und den Erddamm auf der Halbinsel „Findenwiruns hier“ in Heiddorf wird voraussichtlich 2016 sein. Die ersten wichtigen Maßnahmen zur Erhöhung des Hochwasserschutzes zwischen Neu Kaliß und Heiddorf sind inzwischen umgesetzt. Walter Klamann von der Dömitzer Außenstelle des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) erklärte den Mitgliedern der Kommission bei der gestrigen Deichschau im Bereich Dömitz, wie die inzwischen ausgeführte Bermenanschüttung die Standsicherheit des Deiches erhöht. Bei Bermen handelt es sich um einen waagerechten oder schwach geneigten Absatz in der Böschung des Deiches. Die Berme liegt über der durchschnittlichen Geländehöhe, stabilisiert den Deich und ist häufig landseitig als befestigter Deichverteidigungsweg ausgebildet.

Zum Hochwasserschutz der Ortslage Heiddorf sei als Variante herausgestellt worden, dass von der Einmündung des Heiddorfer Deiches bis hin zum Netto-Markt eine Spundwand errichtet werden soll. „Die Spundwand reicht acht Meter tief in die Erde, sie ist oben mit einer Abdeckung verankert und wird an die bei der Feuerwehr vorhandene Spundwand mit angeschlossen.“ Im Zuge der Vorplanung habe das StaLU aber Auflagen bekommen, Nacharbeiten zu erledigen, die die Wohnanlage auf der Halbinsel betreffen. Wenn im Bereich Heiddorf die obere Schutzwand errichtet werde, ist bei extremem Hochwasser an der Wohnanlage aufgrund der ungeschützten Insellage mit höheren Wasserständen zu rechnen. Für die Sicherheit des Gebäudekomplexes müssen Maßnahmen getroffen werden. Wenn das gelinge, könne man Baurecht bekommen, um nachteilige Wirkungen auszugleichen. Dafür sei aber im Vorfeld eine Planrechtfertigung notwendig, um dann in das Entwurf- und Genehmigungsverfahren eintreten zu können. Steht die Ausführungsplanung, könne die Bauausführung erfolgen. Vorbereitende Maßnahmen könnten dann im nächsten Jahr stattfinden, wenn aus öffentlicher und privatrechtlicher Sicht Einvernehmen hergestellt ist. Ein entsprechender Vorantrag auf Förderung dieses Vorhabens über EU-Mittel sei beim zuständigen Ministerium gestellt worden. „Wir stehen in der Kontrolle der Einwohner, wir wissen als Behörde, wie prekär es für die Leute ist, wenn bei einer Hochwassersituation das Wasser dann von oben und von unten kommt“, so Walter Klamann.

Wie Frank Müller, Leiter der Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des StALU Westmecklenburg, beim Ortstermin zum Ausdruck brachte, müssen für das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) die Genehmigungsunterlagen noch erstellt werden. „Wir wollen möglichst bis zum Jahresende dem LUNG die entsprechenden Unterlagen auf den Tisch legen. Wir sind in dieser Sache gut vorangekommen, zum Thema Hochwasserschutz in Heiddorf gab es hier drei Veranstaltungen mit den Einwohnern.“

Auch im Bereich des Kalisser Deiches vom Löcknitzdüker bis Neu Kaliß mit Haltepunkt am Deich erfolgte in den zurückliegenden Monaten eine Bermenanschüttung. Die landseitig ausgeführte Maßnahme erhöht wie in Heiddorf die Standsicherheit des Deiches. Für die im Zuge des Elbe- Hochwassers 2013 angeordneten Sicherungsmaßnahmen wurden über die Aufbauhilfe Bund/Länder für den Heiddorfer Deich insgesamt 56100 Euro und für den Kalisser Deich 361 000 Euro eingesetzt.

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