dömitz : „Haus Wirbelwind“ in neuem Antlitz

Das neue Gebäude ist am Mittwoch seiner Bestimmung übergeben worden.
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Das neue Gebäude ist am Mittwoch seiner Bestimmung übergeben worden.

Modernes Gebäude des Kinder- und Jugendhauses Elbtalaue ein Dömitz seiner Bestimmung übergeben / Gute Möglichkeiten der Unterbringung

svz.de von
12. Dezember 2013, 07:00 Uhr

„Es ist ein schöner Tag innerhalb der 16-jährigen Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in Dömitz“, so der Vorsitzende der Kreisorganisation Ludwigslust der Awo, Hans-Joachim Hacker, am Mittwoch anlässlich der Einweihung des neuen Teils des Kinder- und Jugendhauses Elbtalaue in Dömitz. 1997 war ein Erbbauvertrag zwischen dem damaligen Kreis Ludwigslust und der AWO abgeschlossen worden.

Seitdem ist viel passiert, es gab Sanierungsmaßnahmen. Irgendwann stellte sich heraus, dass mit dem „Haus Wirbelwind“ genannten Teil der Einrichtung nicht mehr viel los war. Ein Neubau wurde ins Auge gefasst. Grundlage sei die stets enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis gewesen, so Hacker.

Mehrere Partner haben dafür gesorgt, dass die Finanzierung und der Bau zustande kamen. 2012 war der Abriss des alten Baus. Im gleichen Jahr lag die Baugenehmigung auf dem Tisch. „Das Hochwasser im Sommer dieses Jahres führte noch zu leichten Bauverzögerungen, doch am Ende sind wir jetzt alle froh, endlich Einweihung feiern zu können“, so Hans-Joachim Hacker.

Er unterstreicht: „Uns geht es darum, dass hier in diesem Haus Kinder und Jugendliche, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, Geborgenheit und eine gute Betreuung finden. Und das können wir mit dem Neubau des Hauses umsetzen.“ Man sei einen längeren gemeinsamen Weg gegangen, um an diesem Punkt anzukommen, bestätigte die Leiterin des Fachdienstes Jugend in der Kreisverwaltung, Heike Scholz. Die kleine Feier fand in den Gemeinschaftsräumen des neuen Hauses statt. Hier ist alles hell und freundlich gestaltet. Bei einem Rundgang erklärte der Leiter der Einrichtung, Torsten Martens, den Gästen den Mutter-Kind-Bereich mit drei Wohneinheiten. Dort gibt es eineinhalb Zimmer in jeder Einheit mit Bädern sowie eine Gemeinschaftsküche. Auch in der oberen Etage sind weitere Plätze für junge Menschen eingerichtet, die hier eine stationäre Aufnahme benötigen. Die Gäste zeigten sich wissbegierig, was die Mutter-Kind-Einrichtung betrifft. In der ersten Zeit ginge es vor allem um die Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, erläutert der Leiter der Einrichtung.

Dann aber spielt auch die schulische und berufliche Weiterentwicklung der jungen Leute eine große Rolle. Eine gute Zusammenarbeit gibt es mit dem Schulzentrum in der Elbestadt, dass verschiedene Schularten anbietet. Martens bedauert, dass die Berufsbildungsstätte Start in Heidhof in Zukunft nicht mehr als Partner zur Verfügung steht. Ludwigslust als Ausbildungsort sei auch kein Problem, Schwerin allerdings auf Dauer zu weit entfernt. Was die Praktika betreffe, da habe man mit Firmen aus der Region sehr gute Erfahrungen, unterstreicht Torsten Martens. Was allerdings weiterführende Maßnahmen betreffe, da gäbe es in der Region noch Nachholebedarf, sagt er in Richtung der zahlreich vertretenen Kommunalpolitiker, bei denen er an diesem Morgen offene Türen einrennt.


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