malliss : Haus in Malliß abgebrannt

Von dem Haus blieb nur noch eine Ruine.
Von dem Haus blieb nur noch eine Ruine.

Nach erstem Feuer am Freitag entzündete sich in der Nacht zu Sonnabend vermutlich ein Glutnest

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28. Juni 2015, 20:00 Uhr

Die ehemals weiße Fassade ist vom Ruß geschwärzt, verkohlte Balken ragen aus der Ruine: In Malliß (Kamerun) brannte am Wochenende ein Wohnhaus bis auf die Grundmauern nieder.

Gleich zweimal innerhalb von etwas mehr als 12 Stunden musste die Feuerwehr zu dem Gebäude ausrücken. Am Freitagmittag war dort eine nicht belegte Ferienwohnung in Brand geraten (SVZ berichtete). Mehrere Feuerwehren konnten die Flammen löschen. Die betroffene Ferienwohnung wurde, ebenso wie andere Gebäudeteile, beschädigt.

In der Nacht zu Sonnabend gegen 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr erneut alarmiert. Als Löschkräfte und Polizei eintrafen, brannte dasselbe Haus, dass bereits am Freitag betroffen war, in voller Ausdehnung. 75 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren kamen zum nächtlichen Einsatz. Sie konnten verhindern, dass sich 4500 Liter Heizöl entzündeten und das Feuer auf ein benachbartes Haus übergriff. Das betroffene Wohnhaus allerdings brannte völlig nieder. Laut Polizei waren in der Nacht keine Menschen in dem Gebäude, da es nach dem Feuer vom Freitag aufgrund der Schäden nicht bewohnbar war.

Doch wie konnte es zu dem erneuten Brand in der Nacht kommen? Nachdem das Feuer am Freitag erstmals gelöscht worden war, erfolgten ab 20.30 Uhr regelmäßige Kontrollen durch Feuerwehrkräfte, wie der Mallisser Ortswehrführer Steffen Reinhold nach dem Einsatz am Sonnabend informierte. Die Kontrollen wurden unter anderem auch mit Wärmebildmessgeräten vorgenommen. Nach Angaben des Ortswehrführers hätten zudem Anwohner ihm gegenüber bestätigt, dass sie bis zum späten Abend keinen erneuten Feuerschein bemerkt hätten.
Und doch wurden die Wehren Malliß, Eldena, Dömitz, Heiddorf, Karenz und Malk-Göhren in der Nacht erneut alarmiert, weil das Haus nun völlig in Brand geraten war.

Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei. Nach ersten Ermittlungen brach der Brand in der Nacht zu Sonnabend dort aus, wo auch das erste Feuer am Freitag seinen Ursprung hatte. Möglicherweise war ein Glutnest in einer Zwischendecke von den Wärmebildmessgeräten nicht erkannt worden.

Wie die Polizei am Sonntag informierte, beträgt der Gesamtschaden nach ersten Schätzungen rund 300  000 Euro.



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