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Trauerspiel um Fahrstühle : Hauptauftragnehmer erwägt rechtliche Schritte

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Lift verweigert zweieinhalb Wochen nach dem Ausfall noch immer den Dienst.

Für gestern waren die Monteure erwartet worden, die den Fahrstuhl auf der Stiftseite der Radfahrerbrücke an der Neustädter Straße wieder in Ordnung bringen sollten. Geklappt hat es offenbar nicht. Das Schild „Aufzug gesperrt“ leuchtete auch am frühen Abend noch den Nutzern der Brücke entgegen. Damit verweigert der Lift zweieinhalb Wochen nach dem Ausfall noch immer den Dienst.

Dieser Ausfall reiht sich ein in eine lange Reihe unterschiedlichster Defekte, die die Fahrstühle seit ihrer Inbetriebnahme im Dezember 2012 immer wieder stoppten. Nach Relais und Motor ist es diesmal eine Bremse – und damit eine neue Fehlerquelle. „Wir warten nach wie vor auf die Auswertung des Monitorings“, sagte Jens Gröger, Fachbereichsleiter Hochbau bei der Ludwigsluster Stadtverwaltung auf Anfrage. Seit November vergangenen Jahres waren Daten von den fahrenden und bockenden Fahrstühlen ständig an die Berliner Aufzugsbaufirma übermittelt worden, um den Ursachen der Fehler auf den Grund zu gehen.

Das Trauerspiel um die beiden Fahrstühle an der für eine Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro errichteten Brücke über die Bahngleise nervt auch das Unternehmen, das Hauptauftragnehmer für das Bauwerk war. Jetzt hat sich sogar der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern eingeklinkt. „Die Firma Jürgen Martens GmbH aus Schwerin ist enttäuscht darüber, dass es der Firma R & S Aufzugsbau GmbH aus Berlin nicht gelingt, die Funktionstüchtigkeit der Brückenaufzüge auf Dauer zu gewährleisten“, teilt der Verband mit. „Im Auftrag der Stadt Ludwigslust hat sie, ihre jahrzehntelangen Erfahrungen im Brückenbau nutzend, eine Brücke im Zuge der Neustädter Straße über die Gleise der Deutschen Bahn AG errichtet, die architektonisch und technisch höchsten Ansprüchen genügt und einmalig in Deutschland ist.“ Zum Gelingen der Baumaßnahme habe nicht zuletzt auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Firma und den Verantwortlichen der Stadtverwaltung beigetragen. Umso unbefriedigender sei die mangelhafte Leistung der Aufzugsbaufirma. „Diese schädigt sowohl das Ansehen der Stadtverwaltung als auch der Firma Jürgen Martens GmbH“, heißt es in der Mitteilung des Bauverbandes weiter. Die Firma entschuldigt sich bei den die Brücke nutzenden Bürgern für die Erschwernisse, die mit dem immer wiederkehrenden Ausfall der Aufzüge entstehen.

Gegenüber der R & S GmbH habe die Firma Martens noch einmal die Initiative ergriffen, um die Ursachen für die technischen Probleme an den Aufzügen festzustellen und ihre dauernde Funktionstüchtigkeit herzustellen. „Sollte es notwendig werden, wird sie die Angelegenheit auch gerichtlich klären lassen“, so der Bauverband.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 11:33 Uhr

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