Warlow : Happy birthday, lieber Fritz

Der stellvertretende Amtsvorsteher des Amtes Ludwigslust-Land, Horst Busse, gratuliert Fritz Langner zum Geburtstag und überreicht einen großen Blumenstrauß.
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Der stellvertretende Amtsvorsteher des Amtes Ludwigslust-Land, Horst Busse, gratuliert Fritz Langner zum Geburtstag und überreicht einen großen Blumenstrauß.

Fritz Langner aus Warlow feierte am gestrigen Dienstag seinen 102. Geburtstag

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16. Juli 2014, 07:00 Uhr

Wie wird man eigentlich über 100 Jahre alt? Fritz Langner aus Warlow kann diese Frage aus eigenem Erleben beantworten: Er feierte am gestrigen Dienstag seinen 102. Geburtstag. „Viel Arbeit an der frischen Luft in den Berufsjahren und auch danach, im Alter fast keinen Alkohol mehr und überhaupt keine Zigarette“, fasst Fritz Langner seine Lebensweise zusammen.

Er ist auch im hohen Alter noch so gesund, dass er nur eine Tablette am Tag nimmt und von allein nie zum Arzt gehen würde. „Wir müssen ihn dann und wann richtig drängen, damit er sich mal untersuchen lässt“, schmunzelt Sohn Uwe.

Der gestrige Feiertag begann am Morgen mit einem Geburtstagsständchen durch die Familie. „Wir haben ,Happy birthday’ gesungen“, sagt sein Sohn, der mit Familie auf dem gleichen Grundstück wie der Vater wohnt.

Mittags fuhr man gemeinsam zum Essen. Am Nachmittag saß die Familie, darunter auch Fritz Langners Schwester Agnes Bergmann (96), auf der Gartenterrasse und genoss das schöne Wetter bei Kaffee und Kuchen. Gegen 15 Uhr überbrachten auch Günter Matschoß, Stellvertreter des Landrates, Horst Busse, stellvertretender Amtsvorsteher des Amtes Ludwigslust-Land, und Warlows Bürgermeister Rainer Zimmermann die Glückwünsche. Günter Matschoß gratulierte auch im Namen des Ministerpräsidenten von MV.

Fritz Langner stammt aus Schlesien, kam 1948 aus der Kriegsgefangenschaft und lebte zunächst bis 1961 in einem Dorf an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Dann zog Fritz mit seiner Familie nach Warlow, wo nach Krieg und Flucht Verwandte untergekommen waren.

Hier arbeitete er in der damaligen LPG, blieb der Landwirtschaft auch als Rentner bis zum 75. Lebensjahr treu und stand unter anderem auf der Drillmaschine. „Ich wurde weiter gebraucht, wir waren eben ein eingespielter Haufen damals“, blickt Opa Fritz voller Stolz auf sein Arbeitsleben zurück.

Übrigens ist Fritz Langner inzwischen längst nicht mehr „nur“ Vater und Großvater. Sechs Kinder, neun Enkel, 17 Urenkel und ein Ururenkel gehören bereits zur Familie. Sie konnten natürlich nicht alle zur Feier kommen, die mit einem gemütlichen Grillabend abgeschlossen werden sollte.

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