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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 11:01 Uhr

Ludwigslust/Neustadt-Glewe : Hallo, Deutschland!

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Flüchtlinge erlernen acht Wochen erfolgreich deutsche Sprache und erhalten Zertifikate

Heidrun Dräger geht durch die Bankreihen und stellt Fragen. „Wie heißen Sie?“ „Ludmilla“. Ein paar Tische weiter: „Wo kommen Sie her?“ „Aus dem Irak“. „Test bestanden“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises am Ende ihres Rundganges schmunzelnd auf die Frage des Dozenten Dr. Bernd Schulz. Der achtwöchige Kurs in deutscher Sprache hat also offensichtlich Erfolg gehabt. Dozent Dr. Bernd Schulz hat ihn mit 19 Frauen und Männern durchgeführt, im Auftrag des Instituts für Berufsbildung und Umschulung Neustadt-Glewe (Ibu). „Es ist wichtig, dass es jetzt auch für die ,Geduldeten‘ solche Maßnahmen gibt. Sie sind sehr wichtig für eine gelingende Integration“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Die Menschen, die an diesem für sie ersten Deutschkurs teilnehmen, haben noch keinen offiziellen Status. Ihre Fälle werden noch geprüft. Sie leben zum großen Teil in der Gemeinschaftsunterkunft in Ludwigslust. Die Frauen und Männer sind voller Optimismus. Armina aus der Ukraine zum Beispiel hat der Deutschkurs sehr gut gefallen. Sie möchte weiter lernen. So lange der Status der Menschen nicht geklärt ist, profitieren sie auch nicht von den staatlichen Integrationsprogrammen. Trotzdem können sie auf diese Weise bereits die ersten Schritte zum Leben in dem neuen Land gehen.

An diesem Tag ist auch Dr. Johannes Weise in das Freizeitzentrum Zebef gekommen, wo der Kurs stattfand. Weise ist ebenfalls als Dozent für die Ibu tätig. Bereits in dieser Woche schließt sich ein weiterer Kurs an, denn die Teilnehmer, die jetzt ihr Zertifikat erhalten hätten, wollten aktiv werden, sagt er. Johannes Weise informiert daher über eine weiterführende Maßnahme in Neustadt-Glewe, wo nicht nur die Deutschkenntnisse vertieft werden. Gleichzeitig gehört die handwerkliche Betätigung zum Programm.

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