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Ludwigsluster Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:22 Uhr

Ludwigslust : „Halleluja-Schuppen“ abgerissen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Das Gebäude in der Ludwigsluster Gartenstr./Ecke Clara-Zetkinstr. stellte seit dem letzten Jahr eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Von dem Haus in der Gartenstr./Ecke Clara-Zetkinstr. in Ludwigslust ist nicht mehr viel übrig – die Abrissarbeiten sind in vollem Gange. Das ehemalige Gemeindehaus der evangelischen Stadtkirchengemeinde Ludwigslust stellte seit Ende des vergangenes Jahres eine öffentliche Gefahr dar, wie Sabine Pauligk von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim mitteilte.

Das Haus stand zuvor jedoch unter Denkmalschutz, da es sich „vermutlich um das ehemalige Nebengebäude zum damaligen Hotel Clara-Zetkin handelt“, so Pauligk. Aus diesem Grund sei das Haus in der Gartenstraße wie das Hotel, in die Liste der denkmalgeschützten Gebäude aufgenommen wurden.


Der erste runde Tisch fand dort statt


„Vor dem ersten Weltkrieg wurde das Gebäude als Unterstellmöglichkeit für Pferde und Wagen genutzt“, erzählt Wilfried Romberg, ehemaliger Pastor der evangelischen Stadtkirchengemeinde Ludwigslust, der heute im Ruhestand ist. Ende der 50er Jahre sei es dann nach seinen Aussagen zum Gemeindezentrum der evangelischen Kirche umgebaut worden. Zwei Räume standen der Kirche dann zur Verfügung: „Der kleine Raum wurde für den Unterricht von Kindern und das größere Zimmer für Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste genutzt.“ Zudem fand am 13. Dezember 1989 um 19.30 Uhr der erste Runde Tisch in der damaligen Kreisstadt statt (SVZ berichtete). Nach dem Umzug der Kirche in das neue Gemeindezentrum, soll das Gebäude in der Gartenstraße/Ecke Clara-Zetkinstr. laut Romberg jedoch seit 2003 leer gestanden haben. Im Juni 2014 brannte zudem Unrat in dem Haus (SVZ berichtete). Nach damaligen Erkenntnissen sei eine Matratze angezündet worden. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr, konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Haus sowie auf umliegende Gebäude verhindert werden.


„Halleluja-Schuppen“ wird zum Parkplatz


Aufgrund fehlender Instandsetzungsmaßnahmen habe sich der Bauzustand des Gebäudes verschlechtert, wie die Denkmalbehörde mitteilte. „Wir haben keine sinnvolle Nachnutzung für das Haus, das auch als Halleluja-Schuppen bekannt ist, gehabt. Bei dem letzten Sturm ist dann noch der Schornstein eingestürzt und das schon vorhandene Loch im Dach wurde immer größer“, erklärt Petra Gläsemann, Verwaltungsleiterin des Stiftes Bethlehem. Durch den ruinösen Bauszustand habe sich das Stift als Eigentümer dazu entschlossen, das Gebäude aus der Denkmalliste nehmen zu lassen und es anschließend abzureißen. Gestern war auch nur noch Schutt von dem Gebäude übrig. Laut Auskünften des Stiftes werde nach den Abrissarbeiten eine Mauer errichtet und so die Sicht auf das Grundstück genommen. Dabei sei auch der Bau eines Parkplatzes im Gespräch gewesen.

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