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Neustadt-Glewe : Gute Stimmung vertrieb den Regen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

BurgArt in Neustadt-Glewe lockte den ganzen Tag über zahlreiche Besucher auf den Pflanzen- und Handwerkerkunstmarkt

von
erstellt am 24.Apr.2017 | 19:00 Uhr

Die Organisatoren der nunmehr 13. BurgArt schienen einen „guten Draht nach oben“ zu haben. Der heftige Regenschauer unmittelbar nach der Eröffnung um 11 Uhr war jedenfalls schnell vergessen und hielt die aus nah und fern angereisten Besucher nicht davon ab, sich bis in den Nachmittag hinein auf den Weg zum diesjährigen Pflanzen- und Handwerkerkunstmarkt zu machen.

Für den hatten die Stadt und der ortsansässige Gewerbeverein nicht nur auf die treuen Händler und Mitgestalter aus den Vorjahren zählen, sondern auch etliche neue gewinnen können, die bei den Älteren wie den Kleinen für gute Laune sorgten.

Zu den ältesten und treuesten Besuchern dürfte der 91-jährige Fritz Menz aus Blievenstorf gehört haben. Er wollte sich auch dieses Jahr wieder mit Gurken-, Kohlrabi- und Selleriepflanzen eindecken. Die Tomatenpflanzen allerdings ziehe er sich wie eh und je selbst, verriet Ehefrau Evi, der er lediglich mal das Gießen der eigenen Nachzucht überlasse. Und auch die Kartoffeln im hauseigenen Garten dürfe im Herbst kein anderer als er selbst aus dem Boden holen.

Neustadts Bürgermeisterin Doreen Radelow und Gewerbevereinsvorsitzender Christian Rosenkranz waren schon beim Rundgang über den bunten Markt angetan vom guten Besucherandrang und sich einig: „Es ist gut und bleibt dabei, dass wir für diese Veranstaltung keinen Eintritt erheben.“

Weniger angetan waren Rosenkranz und etliche Besucher auf der Burg von dem neuen „Dach“, das der Denkmalschutz der Kietzer Mauer verpasst hat. Sie hielten mit dieser Meinung auch nicht hinterm Berg.

Wesentlich stiller war da Anja Woellm, eine der neuen Händlerinnen. Die junge Neustädterin ist dabei, sich mit gut zum mittelalterlichen Flair der Burg passendem „Geschmeide“ selbstständig zu machen. Traurig sei sie allerdings, dass man beim diesjährigen 25. Burgfestjubiläum vom 9. bis 11. Juni kein Plätzchen mehr für sie haben soll. Sie wünschte sich, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Während sich an den Ständen beim Grabower Backhus und der Schlachterfamilie Wacker wie gewohnt immer wieder kleine Schlangen bildeten, fanden die kleinen Marktbesucher in den warmen Räumen der Burg beim Basteln, Malen und Zusehen viel Kurzweil.

Unter anderem auch bei der Papageienshow mit Hexe Lilli Wünschebaum. Die aus Altwigshagen bei Teterow angereiste Tierfanatikerin hatte von ihrem Kinderbauernhof neben sieben, zum Teil frechen Papageien auch die Königsphyton Gundula, das Frettchen Elli Pelli und anderes, nicht alltägliches Federvieh mit nach Neustadt-Glewe gebracht. Übrigens: Wer die BurgArt „Frühlingserwachen“ verpasst hat, kann sich darauf freuen, die zweite Neustädter BurgArt des Jahres am 1. Oktober zu erleben. Sie wird ebenfalls an einem Sonntag von 11 bis 17 Uhr stattfinden und dann den goldenen Herbst einläuten.

Danken darf man an dieser Stelle ruhig auch einmal dem städtischen Bauhof, dessen Mitarbeiter in bewährter Weise für den reibungslosen Auf- und Abbau der Stände sorgten, sowie auch dafür, dass rund um den Mark alles klappte.


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