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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 22:27 Uhr

Neustadt-Glewe : Gute Orientierung für Skipper

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neues Informationssystem für Wasserwanderer an Müritz-Elde-Wasserstraße und Stör in Neustadt-Glewe eingeweiht

von
erstellt am 22.Okt.2014 | 07:00 Uhr

„Willkommen im ,Blauen Paradies’“. Die unter anderem in marineblau gestaltete Infotafel begrüßt seit gestern Skipper, die vom Neustädter Bootshafen aus auf Landgang gehen. Die Tafel gehört zu einem System von 18 Hinweisschildern, die jetzt entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Stör den Wasserwanderern Informationen geben: Fakten zur jeweiligen Region, Ortspläne, Ausflugsziele an Land und vieles mehr. Das Tafelsystem entstand in gemeinsamer Arbeit zwischen dem Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e. V., den Leader-Aktionsgruppen Warnow-Elde-Land und SüdWestMecklenburg sowie Hafenbetreibern, Städten und Gemeinden.

Landrat Rolf Christiansen sagte während der symbolischen Übergabe des Informationssystems in Neustadt-Glewe: „Es ist überfällig, dass wir Wassertouristen mitteilen, was sie sehen können.“

Und dass Skipper neugierig auf unsere Region sind, können Heidrun und Edwin Thorbahn nur unterstreichen. Das Neustädter Ehepaar betreibt seit vergangenem April den Bootshafen Neustadt-Glewes als Pächter. Beide hatten sich auf eine Ausschreibung der Stadt hin dafür beworben und den Zuschlag bekommen. „Wir betreiben zwei Sonnenstudios, die im Sommer aber nicht unbedingt so gefragt sind. Also haben wir uns für den Hafen entschieden, der in den warmen Monaten Anziehungspunkt für viele Wasserwanderer ist“, sagt Edwin Thorbahn.

Nach der ersten Saison sind die Eheleute sehr zufrieden. Heidrun Thorbahn: „Wir waren im Sommer täglich von 8 bis meist 22 Uhr oder noch länger im Hafen. Schon frühmorgens haben wir beim Bäcker Brötchen geholt. Die Skipper brauchten dann nur ein paar Meter von ihren Booten über den Steg laufen und ihre Brötchen bei uns holen.“ Ehemann Edwin: „Die Wassertouristen sind froh, wenn sie hier im Hafen jemanden haben, den sie zum Beispiel nach Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder auch einem Arzt fragen können.“

Befürchtungen, dass sie mit der neuen Infotafel nun „arbeitslos“ werden, haben die Thorbahns nicht. Immerhin wollen die Skipper ja mit Strom und Wasser versorgt werden, brauchen manchmal auch ganz praktische Hilfe, zum Beispiel wenn der Bootsmotor streikt und Hilfe einer Werkstatt gefragt ist. Und: „Wenn sie so lange im Boot auf dem Wasser sind, freuen sich die Leute, wenn sie im Hafen auch mal mit anderen Menschen reden können“, weiß Edwin Thorbahn. „Wenn ich abends über den Steg an den Booten vorbei gehe, dauert das oft eine Stunde oder länger. Es gibt eben viel zu erzählen“, schmunzelt Thorbahn.

Übrigens hatte das Ehepaar im Sommer Gäste nicht nur aus Deutschland. Auch Österreicher, Schweizer, Dänen oder Norweger zum Beispiel weilten im Hafen. „Die am weitesten gereisten Besucher kamen aus Neuseeland“, weiß Edwin Thorbahn. Die Ausländer haben ihre Boote meist in Deutschland untergebracht oder mieten sie für ihre Touren. Dass Neustadt-Glewe Station für viele Wasserwanderer ist, freut Bürgermeister Arne Kröger. „Wenn es uns gelingt, als gute Gastgeber bekannt zu sein, ist das eine feine Sache“, sagt er.

 

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