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Ludwigsluster Tageblatt

21. September 2017 | 00:04 Uhr

IHK-Umfrage : Gute Noten für Lulu

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bei der Regionalkonferenz in Orangerie haben Unternehmer und Kommunalpolitiker die Wirtschaftsfreundlichkeit der Stadt bewertet

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 07:00 Uhr

„Wie wirtschaftsfreundlich ist Ihre Kommune?“ - Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach hatte gleich eine ganze Reihe von Argumenten parat, die er den Teilnehmern der IHK-Regionalkonferenz in der Orangerie der PG Storchennest vorstellte. „Ich möchte sagen, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit unseres Wirtschaftsförderers mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises gibt. Wir als Stadt treffen uns regelmäßig zu Gesprächen mit Unternehmen, wir sind Gast des Unternehmerverbandes“, so Mach, der bedauert, dass es keinen einheitlichen Verband in Westmecklenburg gibt. Die Wirtschaftsförderung sieht Reinhard Mach ganzheitlich unter dem Aspekt der Lebensqualität. Dafür ist eine starke Wirtschaft und eine gute Infrastruktur nötig. Ludwigslust aber nur auf eine Barockstadt zu reduzieren, sei zu wenig. In der Marketingstrategie gehe es jetzt darum, das Logo „Ludwigslust - Lust auf Leben“ so zu entwickeln, dass damit alle Partner - Kommune, Unternehmen, Tourismusbranche - Werbung machen können. Firmen wie Rattunde, die auf Messen weltweit Werbung für Ludwigslust machen, sind gute Beispiele, auch in Zukunft Ludwigslust mehr und besser zu vermarkten, sagte der Bürgermeister im Beisein von Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, Siegbert Eisenach. Dieser hatte zu dieser Regionalkonferenz nicht nur Unternehmer, sondern auch Kommunal- und Landespolitiker mit Blick auf die kommenden Wahlen am 25. Mai eingeladen. „Eine gute Sozialpolitik, die Politiker immer wieder ansprechen, ist nur durch eine gute Wirtschaftspolitik zu erreichen“, so Siegbert Eisenach. Ludwigslust verfüge dabei über großes Potenzial. Zur Metropolregion Hamburg gehörend, werde die Stadt Ludwigslust und das Umfeld eine logistisch tolle Ecke werden, wenn die A 14 realisiert werde, so Siegbert Eisenach. Und wie wirtschaftsfreundlich nun Ludwigslust von den befragten Unternehmen gesehen wird, stellte Stefanie Scharrenbach von der IHK in Zahlen und Fakten vor. „Was Ludwigslust betrifft, so gibt es eigentlich kaum etwas zu meckern. Es stehen durchweg positive Bemerkungen zu Buche, woraus sich für uns ableitet, dass die Unternehmen mit der Kommunalpolitik offensichtlich zufrieden sind“, so Stefanie Scharrenberg. Dazu gehören die Stichworte Verkehrsinfrastruktur, bei Ludwigslust liegen die Antworten im Trend des Landkreises, wobei aber teilweise die Diskussionen über die Baumaßnahmen in der Bahnhofstraße den guten Eindruck schmälern. Wichtig ist für die Unternehmen auch der weitere Ausbau der Breitbandversorgung für schnelles Internet und der zügige Weiterbau der A14. Beste Werte gibt es für Ludwigslust bei der Kinderbetreuung mit zur Verfügung stehenden Kita- und Hortplätzen, auch der ÖPNV wird teilweise sehr positiv bewertet. Die Ausschreibung von öffentlichen Aufträgen durch die Stadt ist zwar gegeben, sollte aber nach Unternehmer-Befragung häufiger passieren. Silvia Hinrichs, Geschäftsführerin der PG Storchennest, und seit drei Wahlperioden Mitglied der Stadtvertretung, spricht sich dafür aus, im Vorfeld von Entscheidungen die Bürger mit einzubeziehen, um sich später viele Diskussionen sparen zu können. Maika Friemann-Jennert, CDU-Landtagsabgeordnete, die auch für Stadtvertretung Ludwigslust kandidiert, meint, dass seitens der Stadt noch mehr für die Ansiedlung von jungen Familien mit Kindern getan werden sollte, auch in den Ortsteilen. Wichtig sei aber auch, ältere Bürger gut zu betreuen und dafür entsprechende Wohnungen zu gestalten.

Stephan Thees, seit einer Legislaturperiode Stadtvertreter, sagte, dass er und viele seiner Freunde und Bekannten von außerhalb Ludwigslust als lebenswerten Ort wahrnehmen. Viele würden gern auch hierher kommen, finden aber keinen passenden Job. Die Stadt müsse Gewerbegebiete bereithalten für Unternehmen, die den Standort Ludwigslust stärken. Da sei auch die Zusammenarbeit im Städtedreieck mit Grabow und Neustadt-Glewe wichtig.

Der SPD-Landtagsabgordnete Detlef Müller sagte, die Stadt müsste am A14-Projekt dranbleiben, mit dem Ziel, weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Wichtig sei auch, den ICE-Standort Ludwigslust zu erhalten und das Vorhaben Bahntunnel voranzutreiben.

 

 

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