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Mecklenburg-Vorpommern : Gute Nachrichten von der Imkerschaft

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Im Landesverband der Imker sind 1439 Imker zusammengeschlossen, die etwa 15 500 Bienenvölker halten. Damit stieg die Anzahl der Völker in diesem Jahr um knapp fünf Prozent. Das ist nur eine von vielen guten Nachrichten.

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erstellt am 28.Okt.2012 | 11:09 Uhr

Dömitz | Im Landesverband der Imker Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind zurzeit 1439 Imkerinnen und Imker zusammengeschlossen, die zusammen etwa 15 500 Bienenvölker halten. Damit stieg die Anzahl der Völker in diesem Jahr um annähernd fünf Prozent. Das ist nur eine von vielen guten Nachrichten des 9. Imkertages und der 24. Vertreterversammlung des Landesverbandes unter der Schirmherrschaft von Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, am vergangenen Wochenende im Hotel Dömitzer Hafen. Der Minister machte in seinem Grußwort deutlich, es sei das Anliegen seines Hauses, die Imkerei aus verschiedenen Gründen zu fördern.

Arbeit mit Bienen lebt von Menschen mit Leidenschaft

"Der Wert der Honigbiene für Mensch und Natur liegt nicht allein in der Honigproduktion. Viel wichtiger ist sie als Bestäuberinsekt der Nutz- und Wildpflanzen. Unsere heimische Flora ist zu rund 80 Prozent auf Insektenbestäubung angewiesen, die zu über 75 Prozent von den Honigbienen ausgeführt wird. Man schätzt, dass durch die Bestäubung der wirtschaftliche Wert der Honigbiene mindestens das Zehnfache des Honigertrages beträgt", so Till Backhaus. Dadurch erhält die Honigbiene eine überragende ökonomische und ökologische Bedeutung.

Die Perspektiven des Landesverbandes schätzt Backhaus positiv ein, da trotz des hohen Altersdurchschnitts die Mitgliederzahlen konstant bleiben. Durch die Aktivitäten des Verbandes und die stetige Förderung von Neuimkern konnte der Abgang von Mitgliedern immer wieder durch Neuzugänge ausgeglichen werden. "Die Arbeit mit Bienen lebt vor allem durch die Menschen, die hier ihre Leidenschaft entdeckt haben. Viele tun dies wie auch die Arbeit im Verband in ihrer Freizeit. Man kann dies gar nicht hoch genug einschätzen. Ohne das Ehrenamt kann ein Verband nicht existieren", wandte sich Till Backhaus an die mehr als 100 Imkerinnen und Imker und dankte ihnen besonders für ihr Engagement auf der MeLa und für die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt.

Torsten Ellmann, der 1. Vorsitzende des Landesverbandes, blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf die Geschichte seines Verbandes zurück, der 1990 gegründet wurde und zurzeit 80 Mitgliedsvereine beherbergt. Ellmann, gleichzeitig Vorsitzender des Pasewalker Imkervereins 1878, ist davon überzeugt, dass jeder Imker im Verein seinen Beitrag zum Gelingen des Vereinslebens leisten sollte, denn "dann sind wir stärker, weil wir gemeinsam etwas erreichen. Wir können uns aufeinander verlassen und Neid spielt keine Rolle", sagt Torsten Ellmann. Als Landesvorsitzender plädiert er für starke Imkervereine, die sich gegenseitig unterstützen. "Wir brauchen neben Tradition auch Innovation, weil wir Nachwuchs in der Imkerschaft benötigen. Gemeinsam sollten wir mit Landwirten, Kleingärtnern, Obstbauern, Winzern und Behörden versuchen, das Trachtangebot für unsere Bienen zu verbessern. Anfänge sind gemacht, aber wir müssen alle noch aktiver werden", mahnt der Vorsitzende des Landesverbandes.

Zum diesjährigen Rahmenprogramm gehörte parallel zur Vertreterversammlung eine Besichtigung der Burg Lenzen und des Museums sowie eine Fahrt zur Festung Dömitz. Die Betreuung und Führung der Teilnehmer hatte Gerd Gritsch, Vorsitzender des Imkervereins Lenzen, übernommen. Am gestrigen Sonntag begann der Imkertag mit einem Gottesdienst in der ev.-lutherischen Kirche Dömitz sowie der Eröffnung einer Fachausstellung im Hotel Dömitzer Hafen. Musikalisch begleitet wurde der Imkertag durch die Bläsergruppe Gritsch. Prof. Dr. Randolf Menzel vom Institut für Biologie-Neurobiologie an der FU Berlin referierte zum Thema "Wie Bienen kommunizieren und navigieren".

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