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Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:17 Uhr

ludwigslust : Gruppenbild wie vor 20 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Außergewöhnliches Spiel in Ludwigslust erinnert an Event am 8. Juli 1995 mit viel Fußballprominenz

Erwartungsvoll waren sie gekommen. Doch mancher war zunächst enttäuscht: Die angekündigten ehemaligen Fußball-Nationalspieler Horst-Dieter Höttges und Max Lorenz waren nicht nach Ludwigslust gereist. „Der Poststreik hat verhindert, dass sie die Einladungen rechtzeitig erhielten“, sagt Heinz-Georg Balzer bedauernd. Er hatte den Hut auf bei dem Fußballevent am Mittwochabend auf dem Sportplatz an der Straße Am Schlachthof in Ludwigslust. Genau vor 20 Jahren war es in Ludwigslust zu einem Vergleich der Ludwigsluster Allstars mit einem Prominenten-Team von „Sat.1 ran“ gekommen. Nicht nur das Gruppenbild war das gleiche Motiv wie 1995.

Viele, die damals dabei waren, erschienen auch diesmal im Stadion. Von den Mitspielern des damaligen Prominenten-Teams war Klaus Mons aus Bremen gekommen. Auch Hauptsponsor Otto Schwichtenberg aus Hamburg war damals wie heute auf dem Platz. Mons ist schon ein paar Mal seit damals in Ludwigslust gewesen. „Wir waren zum Beispiel damals zum Elton-John-Konzert hier“, sagt er, der zu diesem Fußballevent seine Ehefrau mitgebracht hatte. Mehr als hundert Fußballbegeisterte ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Für das leibliche Wohl war gesorgt, Petrus hatte ein Einsehen mit dem Wetter. So stand einem entspannten Fußballabend nichts im Wege. Viele nutzten die Gelegenheit, alte Erinnerungen aufzufrischen, ihre eigene aktive Fußballzeit Revue passieren zu lassen. Für das Spiel hatte sich die Mannschaft „Rot“ Trikots angezogen, auf denen „Grabower FC“ stand. Eine Mannschaft, die es spätestens seit 2003 nicht mehr gibt, weil sich die Ludwigsluster und Grabower zu einem Sportverein zusammengeschlossen hatten. Dass die „Roten“ vom Altersdurchschnitt her deutlich jünger waren, hatte zunächst nichts zu bedeuten. „Blau“ hielt gut mit und ging sogar mit 1:0 in Führung. Gespielt wurde zweimal dreißig Minuten. Im Laufe der Spielzeit wurde die Konditionsfrage aber dominanter. Am Ende hieß es 5:2 für „Rot“. Zu Beginn waren Peter Bröderdörp (78) und Kurt Koslowski (77) ganz besonders begrüßt worden. Die beiden waren die ältesten Spieler auf dem Platz. Während Koslowski sich zwischendurch eine Auszeit nehmen konnte und später wieder ins Spiel kam, musste Bröderdörp im Tor durchhalten.

In der Halbzeitpause war er vergeblich auf dem Platz unterwegs gewesen. Seine eigentlich verabredete Ablösung war nicht aufzufinden. Die Zuschauer staunten nicht schlecht über Bröderdörps Reflexe. Und als Torwart hatte er trotzdem mehrmals weite Wege zurückzulegen – den Ball zurückzuholen, der irgendwo weit weg im Aus lag. Fazit: Es war ein toller Fußballabend, der dem Anlass gerecht geworden ist.

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