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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 04:06 Uhr

Ludwigslust : Grünes Tor zur Schlossfreiheit

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zwei Bäume sollen ursprüngliche Eingangssituation nachempfinden / Ausbau der Straße frühestens 2018 möglich

von
erstellt am 17.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Neue Straßenlaternen mit LED-Licht gibt es in der westlichen Schlossfreiheit bereits. Doch auf eine vernünftige Fahrbahn müssen die Nutzer noch eine Weile warten. „In diesem Jahr sehe ich dort noch keinen Bagger stehen“, sagte Jens Gröger am Donnerstagabend auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung. „Ich hoffe aber, dass es 2018 losgeht.“

Die westliche Schlossfreiheit ist nicht lang. Rund 260 Meter nur. Trotzdem hat es das Projekt in sich. Die Straße liegt nicht mehr im Sanierungsgebiet, dafür steht sie aber in der Denkmalliste des Landkreises. Darauf hatte die Untere Denkmalschutzbehörde aufmerksam gemacht, als sie für die Entwurfsplanung um eine Stellungnahme gebeten worden war. „Wir wurden aufgefordert, eine denkmalpflegerische Zielstellung zu erarbeiten“, erklärte Jens Gröger. Diese liegt inzwischen vor und wurde in der aktuellen Entwurfsplanung berücksichtigt.

Die denkmalpflegerische Zielstellung kritisiert unter anderem die optische Beeinträchtigung der Schlossfreiheit durch viele Verkehrszeichen und parkende Autos, den Zustand der Straße und der Hecke vor dem Marstall. Anhand alter Bilder hatten die Planer zudem festgestellt, dass sich früher auf den ersten 30 bis 40 Metern Baumreihen befanden und so eine Torsituation gegeben war, an die heute nichts mehr erinnert. Aus diesen Kritikpunkten wurden Maßnahmen abgeleitet. Die Straße soll – wie früher – vom Schlossplatz zum Schlosspark hin schmaler werden. Der Gehweg solle zurückgebaut werden, erklärte Jens Gröger, der die Entwurfsplanung im Ausschuss vorstellte. Danach wird die Straße mit sandfarbenem Betonpflaster befestigt. Auf den ersten 50 bis 60 Metern wird es mit Rücksicht auf die Kinder, die die dortige Kindertagesstätte besuchen, wieder einen Bürgersteig geben. Zwei Säulengehölze – möglicherweise Säulenahorn – sollen im vorderen Bereich die frühere Torsituation aufgreifen. „Ein Dauerparken soll künftig nicht mehr möglich sein“, so Gröger. „Aber im Bereich der Kita sind Halten und Parken für maximal eine halbe Stunde erlaubt.“ Außerdem sind Zwei-Stunden-Parkplätze im Bereich der Physiotherapie-Praxis geplant. Eine Ausnahme gibt es mit Rücksicht auf die katholische Kirche. Sonn- und feiertags können zwischen 10 und 14 Uhr Fahrzeuge an der Straße stehen. Weil Fußgänger und Autos zumindest im hinteren Bereich die Fläche gemeinsam nutzen müssen, soll die Geschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt werden. Die abschließende Stellungnahme der Unteren Denkmalschutzbehörde und die denkmalrechtliche Genehmigung stehen noch aus.

Die Fördermittel für das Projekt sind längst beantragt – und wurden auch in Aussicht gestellt. „Aber mit der Maßgabe, den Ausbau im Zusammenhang mit den geplanten Arbeiten auf dem Schlossplatz zu planen“, so Gröger. Die Planung für den Schlossplatz, wo behindertengerechte Querungen vorgesehen sind, solle in diesem Jahr beginnen. Wenn alle Planungen und Genehmigungen beim Landesförderinstitut vorliegen, will die Stadt einen vorfristigen Baubeginn beantragen. „Das wird frühestens im Herbst soweit sein“, so Gröger.  

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