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Riesen-Rutsche im Waldbad Alt Jabel : "Grüne Mamba" sorgt für Rekord im Waldbad

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Bademeister Fred Klinge kann sich manchmal kaum retten. Nicht, dass er vielleicht im Wasser untergeht - es geht um den Riesenandrang im Waldbad Alt Jabel. "Schuld" an dem enormen Besucheransturm ist die "Grüne Mamba".

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erstellt am 16.Aug.2013 | 06:16 Uhr

Alt Jabel | Bademeister Fred Klinge kann sich manchmal kaum retten. Nicht, dass er vielleicht im Wasser untergeht - es geht um den Riesenandrang im Waldbad Alt Jabel. "Schuld" an dem enormen Besucheransturm ist die "Grüne Mamba". Die Rutsche wurde am 14. Juli, also vor knapp fünf Wochen feierlich eingeweiht (wir berichteten). Inzwischen kommen Badegäste aus ganz Deutschland ins Waldbad Alt Jabel.

Bademeister Fred Klinge: "Das Bad wurde in diesem Jahr erst am 24. Juni eröffnet. Wir hatten seitdem etwa 9000 Besucher hier. Das sind ca. 45 Prozent mehr als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres." Klinge sagt zwar auch, dass der Sommer 2012 kein so guter war, aber: "Dafür haben wir in diesem Jahr auch relativ spät geöffnet. Unsere Rutsche lockt eben viele Gäste an."

Die 72,65 Meter lange Rutsche mit ihren elf Kurven ist die Attraktion in der Region. Michael Neumann aus Dömitz kommt zum Baden nur hierher. "Das Bad ist das beste weit und breit. Und natürlich die Rutsche, die super ist. Vor allem die Kurven machen Spaß." Als der 18-Jährige das sagt, hat er gerade eine Rutschpartie hinter sich, die ihn mit etwa 30 Kilometern pro Stunde einen Höhenunterschied von 7,72 Meter überwinden ließ.

Die Attraktion mit der Rutsche hat sich nicht nur in der Umgebung herumgesprochen. "Eine Frau aus Grevesmühlen hat vor Kurzem angerufen, ob wir für sie und ihre zwei Kinder eine Übernachtung haben", berichtet Bademeister Klinge. "Die Kids wollten unbedingt die ,Grüne Mamba’ hinunter. Zwei Tage später waren sie bei uns und haben es genossen, hier runterzurutschen."

An den heißen Tagen der vergangenen Wochen kamen oft hunderte Besucher ins Waldbad nach Alt Jabel. Fred Klinge: "An ganz heißen Sonntagen hatten wir sogar 1000 Gäste hier. Viele von ihnen machen im Umkreis von 60 bis 70 Kilometern Urlaub. Sie haben von der ,Grünen Mamba’ gehört und wollen sie ausprobieren." Aber auch aus dem benachbarten Niedersachsen tauchen zahlreiche Badegäste in Alt Jabel auf: Gorleben, Hitzacker...

Fred Klinge erinnert sich an eine 69-jährige Seniorin, die mit ihren Enkeln im Bad war. "Sie fragte mich, ob ich ihr denn nach dem Rutschen eventuell aus der Wanne am Ende der Rutsche helfen würde. Das Wasser ist dort noch 25 Zentimeter tief. Die Dame rauschte dann gleich mehrmals mit den Kindern die Rutsche hinunter und schaffte es jedes Mal alleine aufzustehen."

Für Fred Klinge bedeutet der große Andrang natürlich viel Arbeit. Ein Bademeister muss eben nicht nur am Beckenrand sitzen und auf die Schwimmer und Nichtschwimmer achten. Er muss das Bad sauberhalten. Dazu gehört auch, den Filter der Wasserpumpe jeden Tag zu wechseln und zu reinigen. Dazu klettert Klinge in einen Schacht hinunter, in dem die Pumpe verankert ist.

Und dann muss er auch aufpassen, dass am Start der Rutsche alles seinen geordneten Gang geht. "Es kommt schon mal vor, dass da oben Kinder stehen und sich streiten, wer denn nun als Nächster hinunter darf. Wenn es allzu heftig wird, schalte ich die Ampel oben auf Rot und sperre die Rutsche. Haben sich die Kids beruhigt und geeinigt, gebe ich die Bahn wieder frei", schmunzelt Klinge.

Ganz klar aber auch, dass er natürlich über die Sicherheit der Badenden im Wasser wacht. Locken die "Grüne Mamba" und heiße Tage sehr viele Gäste ins Bad, bekommt Bademeister Klinge Unterstützung von der DRK-Wasserwacht Als Jabel. "An solchen Tagen sind wir dann hier fünf Leute, die für die Sicherheit unserer Badegäste sorgen", sagt Klinge. Und klettert in den Schacht, um den Pumpenfilter auszutauschen. Bevor der Ansturm auf die "Grüne Mamba" wieder beginnt.

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