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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 06:17 Uhr

Uelitz : Großfeuer im Holzlager

vom

Mehr als 100 Feuerwehrleute am Wochenende im Einsatz: Schwelbrand in Holzabfällen breitete sich nach Selbstentzündung aus

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2016 | 00:00 Uhr

Auf dem Gelände der Firma Green Carbon zwischen Uelitz und Sülte brannte es das gesamte Wochenende über. Dank eines Großeinsatzes mit bis zu 100 Feuerwehrleuten aus zwölf Wehren konnten die Flammen aber unter Kontrolle gebracht werden. Bis der in Brand geratenen Holzhaufen durchgebrannt ist, werde es noch Tage dauern – so die Einschätzung der Experten am gestrigen Sonntag. Die Polizei war da schon lange vor Ort, die Ermittlungen zur Brandursache sind angelaufen. Die Polizei geht von Selbstentzündung aus, hieß es auf Nachfrage aus dem Polizeipräsidium Rostock.

Ausgebrochen ist das Feuer schon in den frühen Stunden des Freitags. Ein Lager in den Maßen von rund 30 mal 100 Metern und der Höhe von sechs bis acht Metern war in Brand geraten. Gelagert werden dort Naturholz-Abfälle wie Wurzeln und Kronen, die zu Grillkohle verarbeitet werden sollen. Anfangs war es nur ein Schwelbrand. Doch das Feuer breitete sich im Laufe des Tages weiter aus, so dass neben den Feuerwehren aus Uelitz, Rastow, Sülte, Sülstorf und Lüblow weitere Kräfte hinzugezogen werden mussten. Da in Ludwigslust nicht ausreichend Kameraden alarmiert werden konnten, wurde Hilfe aus dem Parchimer Umland geholt, berichtete Kreiswehrführer Uwe Pulss. Denn die Severiner Feuerwehr und die Führungsgruppe des Amtes Parchimer Umland hatten gerade Ausbildung und waren daher in kürzester Zeit einsatzbereit. „Außerdem verfügen sie über Erfahrungen, denn im Februar 2012 mussten sie bei starken Minusgraden einen mehrtägigen Deponiebrand in Domsühl bekämpfen“, so Pulss. Verstärkt wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren durch Kameraden vom Technischen Hilfswerk – mit schwerer Technik und Beleuchtung. Und natürlich packten die Mitarbeiter der Firma mit an. „Wir haben mit Baggern und Radladern Schneisen in die Deponie geschlagen und das Material anderweitig gelagert“, berichtet Einsatzleiterin Janette Brandes, stellvertretende Amtswehrführerin Ludwigslust-Land. Amtswehrführer Dirk Hochschild kümmerte sich um die Löschwasserversorgung. Denn das Löschwasser musste aus einem Hydranten sowie aus nahe stehenden Zisternen an den Brandherd transportiert werden.

Sonnabendmittag war der Brand soweit unter Kontrolle, dass auswärtige Helfer abrücken konnten. Dafür wurde die Wehr aus Banzkow gerufen, um eine sichere Wasserversorgung von einer Beregnungsanlage aufzubauen. Am Sonnabend gegen 21 Uhr waren noch die Wehren Lübesse, Göhlen und Zarrentin mit je einem Fahrzeug vor Ort. Auch das THW rückte ab, der DRK-Katastrophenschutz aus Ludwigslust übernahm die Beleuchtung.

Am gestrigen Sonntag gingen die Löscharbeiten weiter: Ziel ist es, die Holzreste zu verteilen und abzulöschen. Zeitgleich soll der Kernbereich des Brandes kontrolliert abbrennen.

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