Hohenwoos : Große Klassik auf dem Töpferhof

Der berühmte Gefangenenchor wird auf dem Töpferhof zu sehen und zu hören sein.
Der berühmte Gefangenenchor wird auf dem Töpferhof zu sehen und zu hören sein.

„Nabucco“ in der Griesen Gegend / Veranstalter von der Kulisse des Spielortes begeistert / Kartenverkauf hat begonnen

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10. März 2015, 07:00 Uhr

Ein musikalisches Großereignis wird am 6. August abends auf dem Töpferhof Hohenwoos zu erleben sein: Die Festspieloper Prag bringt Verdis bekannte Oper „Nabucco“ in die Griese Gegend. Ein Vorhaben, das Fritz Döscher, den Seniorchef des Töpferhofes, freudig stimmt und ein wenig stolz macht. „Wir hoffen, dass viele Musikfreunde zu uns auf den Hof kommen und die gigantische Aufführung miterleben werden“, sagt er.


Handlung wie geschaffen für Open Air


„Nabucco“ war der erste, ganz große Erfolg Verdis auf der Opernbühne. Die Handlung speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (dt. Nebukadnezar II.), König Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtartor, die Hängenden Gärten und der Babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sind die Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. und die Wegführung des jüdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 v. Chr.

Die Geschichte bietet sich geradezu an für eine Open-Air-Aufführung. Der von vielen erwartete Höhepunkt mit Gänsehaut-Gefühl ist mit Sicherheit im dritten Akt, wenn die gefangenen Hebräer am Ufer des Euphrat ihr Schicksal beklagen – der weltberühmte Gefangenenchor unter freiem Himmel.

Daniela Woosmann ist Mitglied der Geschäftsleitung bei „Paulis“, dem Veranstaltungsbüro aus Braunschweig, das „Nabucco“ in Hohenwoos auf die Bühne bringt. Seit 15 Jahren gibt es die Sommer-Open-Airs. Jahr für Jahr ist sie quer durch Deutschland auf der Suche nach attraktiven Veranstaltungsorten. Auf den Töpferhof ist sie im Vorbeifahren gestoßen. „Erst bin ich einfach auf den Hof gefahren, hab mir alles angeschaut, aber mit niemanden gesprochen“, sagt sie. Dann aber hat sie die Atmosphäre nicht losgelassen. „Ich schaute auf die Internetseite des Töpferhofes. Da gibt es ein Bild mit den zwei großen Bäumen vor dem Haus. Das finde ich faszinierend“, gesteht sie begeistert am SVZ-Telefon.

Es folgte die direkte Kontaktaufnahme, zunächst mit Senior Fritz, dann mit Hof-Chef Hans-Heinrich Döscher, seinem Sohn. „Es waren sehr nette Gespräche, so dass wir uns schließlich für diese Veranstaltungsstätte entschieden haben“, sagt Daniela Woosmann.

Hinter der Festspieloper Prag verbergen sich Solisten, Chorsänger und Orchestermusiker aus namhaften Opernhäusern Tschechiens, die sich zu einem eigenen Ensemble zusammengefunden haben.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Tickets gibt es in der Geschäftsstelle der Schweriner Volkszeitung, Seminarstraße 3, in Ludwigslust.

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