Neustadt-Glewe : Großartige Stimmung auf der Burg

Blick über den Burginnenhof am späten Abend  Fotos: van Reimersdahl/Günther Schulz/Sören Eberhardt-Biermann
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Blick über den Burginnenhof am späten Abend Fotos: van Reimersdahl/Günther Schulz/Sören Eberhardt-Biermann

Neustädter Weihnachtsmarkt lockte Tausende Gäste an / Saxofon-Feuershow und Rockband heizten Besuchern ein

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09. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Es war wohl der richtige Mix, der am Wochenende dafür sorgte, dass es auf der Burg eng (und sehr kuschelig) wurde. Die jüngsten Neustädter aus den Kitas der Stadt sangen sich beide Tage gleich zum Auftakt in die Herzen von Eltern, Großeltern und Besuchern. Und Weihnachtsmann, Kräuterhexe und Kasperle boten besonders ihnen abwechslungsreiche Kurzweil. Die „Großen“ indes genossen trotz manchem Schlangestehen bei leckerem Glühwein und herzhaften (oder süßen) Bissen vom Grill und aus der Backstube bei stimmungsvoller Musik den Plausch mit Freunden. Egal, an welcher Ecke man sich durchdrängelte auf der Burg – überall sah man bis in den späten Abend froh gestimmte Gesichter.

Immer größer wurden die Augen von Daniel und Kevin aus Blievenstorf, als an der riesigen Modelleisenbahn im Remter die Züge auf sie zusausten. „Solche Kinderaugen sind der größte Lohn für uns Modellbauer“, gestand Hans-Jörg Sieber, der mit seinen Vereinsfreunden vom Schweriner Modellbahnclub angereist war. Im Märchengewölbe des alten Hauses der Burg, wo die aus Boizenburg angereiste Kräuterhexe ein Märchen nach dem anderen zum Besten gab, schmiegten sich die ganz Kleinen in Mamas und Papas Arme. Und gleich nebenan hatten die etwas Größeren am Stand des gemeinnützigen Fördervereins zur Sanierung der evangelischen Stadtkirche e.V. bereits am späten Sonnabendnachmittag so viele Haushaltskerzen bunt betropft, dass sie damit über den Burghof zogen und hier und da auch spendable Abnehmer fanden. Für Hans, Johannes, Jule und Elisabeth war das die beste Ermutigung zum Weitermachen.

Zwei Etagen höher strahlten mit jeder Stunde die Gesichter der Kinder und Eltern der 2a der Grundschule immer heller. Sie hatten einen Stand, an dem bunt dekorierte Muffins und Schmalzstullen (Hendriks Mama Angela Turner hatte das leckere Biobrot dafür gebacken) so guten Absatz fanden, dass die Klassenkasse am Sonnabendabend bereits um rund 400 Euro reicher war. „Damit können wir auch die Kinder, bei denen der Geldbeutel der Eltern nicht so groß ist, zum Beispiel mit auf Klassenfahrt nehmen“, verriet Nicole Benthin, die Vorsitzende der Elternvertretung, einen der angedachten Verwendungszwecke für das Geld.

Durchs offene Fenster gleich neben ihrem Stand drangen gegen 16 Uhr die beschwingten weihnachtlichen Jazz- und Swingklassiker zu ihnen, mit denen die SwingSide Bigband aus Groß Laasch auf dem Burginnenhof zum Mega-Besucher-Magnet wurde. Und als sich die Dunkelheit bereits in den Burgmauern breitzumachen begann, da heizten die exklusive Saxofon-Feuershow sowie die Rockband „Movie Rats“ mit ihren Cover-Songs aus den letzten Jahrzehnten rund um die große Feuerschale die Stimmung insbesondere unter der Jugend nochmal richtig an.

Bevor sich etwa zwei Stunden vor Mitternacht die Burgtore schlossen, blickte man bei den Leuten von Bäckermeister Mahnke und Schlachtermeister Wacker sowie den Gastronomen im Weihnachtscafé drinnen wie draußen sowie an den insgesamt 40 Ständen in zwar leicht abgekämpfte, aber rundum gut gestimmte Gesichter. Was auch heißen sollte: Sonntag auf ein Neues!

Unsere Burg, so meinten es übrigens viele der weit über 2000 Neustädter und Besucher auf dem zweitägigen Weihnachtsmarkt, ist wie geschaffen, um sich bei Kunst und Kultur so stimmungsvoll öfter zu treffen. Das sollten alle übers kommende Jahr noch mehr beweisen dürfen.




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