Grenzüberschreitung

von
14. September 2009, 07:03 Uhr

Benjamin LassiweEs ist ein Zeichen menschlicher Kälte, die sich immer mehr in Deutschland ausbreitet. Ein Geschäftsmann, der Kinder vor einem Überfall einiger Jugendlicher schützen wollte, wurde in der S-Bahn zu Tode geprügelt. Obwohl der Mann schon am Boden lag, traten die Jugendlichen mit Stiefeln auf ihn ein. Die Jugendlichen in der S-Bahn überschritten eine Grenze der menschlichen Zivilisation - und es ist gut möglich, dass sie sich dessen nicht einmal bewußt waren. Denn was in der S-Bahn da geschah, hätte so oder ähnlich wohl auch in jeder anderen deutschen Großstadt passieren können. Fern jeder Bildung wächst in den Vorstadt-Ghettos der Millionenstädte eine Bevölkerungsschicht heran, deren Lebensinhalt der massenhafte Konsum von Fernsehserien, Computerspielen und billigem Alkohol zu sein scheint. Dass z. B. christliche Hilfswerke Suppenküchen für Kinder einrichten müssen, um die Jugendlichen von der Straße zu holen, ist für dieses Land ein echtes Armutszeugnis. Und ein Beleg dafür, dass die Werteerziehung in Deutschland derzeit gründlich aus dem Ruder läuft. Denn eigentlich müssten Kinder und Jugendliche schon von ihren Eltern lernen, dass sich Gewalt nicht lohnt. Doch die Jugendkriminalität bewegt sich deutschlandweit in einer Höhe, der man ansieht, dass diese zivilisatorischen Grundkenntnisse oft nicht vermittelt werden.

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