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Grandiose und farbenfrohe Zeitreise ins Mittelalter

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erstellt am 05.Jun.2011 | 09:09 Uhr

Neustadt-Glewe | Das Mittelalter lebt: Nun schon zum 19. Mal jährte sich am letzten Wochenende das kostümreiche Spektakel am Fuße der trutzigen Burg. Fast 800 Darsteller und Händler verwandelten die Burganlage mit ihren etwa 400 Zelten in ein riesiges mittelalterliches Lager und versetzten die ungefähr 15 000 Besucher in eine andere Zeit. Schwertkämpfer, Ritterspiele, mittelalterliche Tänze mit passender Musik und zahlreiche Handwerkszünfte lösten einander ab. Auf sechs Bühnen gab es rund um die Uhr etwas zu sehen und hören. Ein großes historisches Markttreiben, bei dem außer diversen mittelalterlichen Gaumenfreuden auch selbst gefertigte Gewandungen, Waffen, Schmuck, Keramik, Schmiedeartikel und noch mehr feilgeboten wurden, lockte die Gäste und ließ Hitze und Staub vergessen.

Ein Höhepunkt des Festes waren jedoch wieder die Schwertkämpfe, zu denen rund 250 Schwertkämpfer verschiedener Nationen angetreten waren. Bei der Schlacht, die zweimal am Tag stattfand, wurde der ganze Körper als Trefferzone eingesetzt. Es wurden Szenen und Bilder aus der Wikingerzeit dargestellt. "Jeder Kämpfer musste vorab einen Sicherheitscheck durchlaufen, das heißt also vorkämpfen und beweisen, dass er die Regeln kennt", erklärte Maik Schulz. Der 46-Jährige war für das Wikingerlager und die Schlacht verantwortlich. Ernsthafte Verletzungen habe es zum Glück noch nie gegeben, obwohl Kampfstile verschiedenster Länder aufeinanderträfen, berichtete der Lewitzstädter weiter.

Aber auch das Hochmittelalter durfte auf so einem Fest mit Ritterspielen und Lagerleben nicht fehlen. Ob mittelalterliche Musik, Kasperletheater, Wahrsagerei und Burgadel: das alles sorgte an beiden Tagen für jede Menge Kurzweil. Mitorganisatorin Daniela Buck zeigte sich hochzufrieden über die Besucherzahlen und die Schar der Akteure, die in ihrem "anderen Leben" mitunter Beamte, Angestellte, Arbeiter, Rechtsanwälte, Ärzte und Lehrer seien. "Viele leben das Mittelalter als Ausgleich zu ihrem Beruf. Für andere wiederum gibt es keinen Unterschied zwischen dem Alltag und ihrer Leidenschaft für das Historische."


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