Ludwigslust : Graffiti-Künstler in fünf Tagen

Je dichter Emma (r.) die Sprühdose an die Vorlage hält, umso kräftiger erscheint die grüne Farbe auf dem Papier. Lea hilft der Graffiti-Anfängerin.
Je dichter Emma (r.) die Sprühdose an die Vorlage hält, umso kräftiger erscheint die grüne Farbe auf dem Papier. Lea hilft der Graffiti-Anfängerin.

Mädchen und Jungen erlernten während der Ferienspiele im Zebef die Grundlagen der Streetart

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22. Juli 2019, 07:38 Uhr

Vorsichtig sprüht Emma die grüne Farbe auf die Vorlage. Nach und nach ist eine Eule zu erkennen, die die Schülerin zuvor selbst skizziert hat. Der Kreativität freien Lauf lassen – das konnten Mädchen und Jungen während der Graffiti-Ferienspiele im Zebef. Innerhalb von fünf Tagen erlernten sie die Grundlagen des Sprühens und wurden zu kleinen Graffiti-Künstlern.

Justin ist zufrieden. Mit verschiedenen Vorlagen und Farben hat er eine Mickey Maus gesprüht. „Ich habe am Montag zum ersten Mal etwas mit Graffiti zu tun gehabt“, erklärt der 17-Jährige, der im vergangenen Jahr seine Jugendleitercard-Ausbildung (Juleica) abgeschlossen hat. Er hilft Zebef-Mitarbeiter Benjamin Schwarz während der Ferienspiele.

Die Graffiti-Tage gehören in jedem Jahr zu den beliebtesten Ferienspielen des Zebef. „Die sind eigentlich immer zuerst ausgebucht“, so Benjamin Schwarz, der selbst seit acht Jahren sprüht. Doch bevor die Kinder an die Dosen dürfen, mussten Grundregeln gelernt werden. Unter anderem, dass man immer eine Schutzmaske oder Handschuhe beim Sprühen tragen muss.

Mina will das weiße T-Shirt nicht für sich selbst mit Graffiti gestalten. „Das bekommt mein Opa zum Geburtstag. Denn er trägt gerne T-Shirts“, erklärt die Siebenjährige. Mithilfe eines Lötkolbens hat sie eine Vorlage gestaltet, die dann später auf das T-Shirt kommt.

Für Benjamin Schwarz ist es nicht wichtig, dass die Kinder innerhalb der fünf Tage möglichst viel lernen. „Sie sollen einfach Spaß haben und das machen, worauf sie Lust haben.“ Dazu gehört zum Beispiel auch, dass die Kinder jeden Tag selbst einkaufen gehen und gemeinsam das Mittagessen zubereiten.

Und da die Graffiti-Ferienspiele eben besonders viel Spaß machen, sind Lea und Henriette bereits zum dritten Mal dabei. „Ich wollte Graffiti einfach mal ausprobieren. Und jetzt bin ich total begeistert und freue mich jedes Mal, wenn ich die Möglichkeit habe, zu sprühen“, erklärt Lea.

Zum Abschluss der Ferienwoche durften die Teilnehmer gemeinsam eine Wand des Jugendklubs mit Graffiti besprühen und zeigen, was sie in den vergangenen Tagen gelernt haben.

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