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Ludwigsluster Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:24 Uhr

Grabow : Grabow ehrt zwei starke Frauen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Ehrenbürgerwürde der Stadt wurde Hanne-Lore Wendt und Ilse Petzak gestern Abend im Sitzungssaal des Rathauses verliehen

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 11:58 Uhr

Ein großer Moment gestern Abend im Sitzungssaal des Rathauses für Hanne-Lore Wendt und Ilse Petzak: Den beiden Frauen wurden für ihr besonderes Engagement zum Wohle der Stadt Grabow die Ehrenbürgerschaft verliehen. „Ich war schon überrascht, dass ich für diese Auszeichnung vorgeschlagen wurde. Das ist etwas ganz Besonderes, Ehrenbürger zu sein“, freute sich die 73-Jährige, die von der FDP-Fraktion der Stadtvertretung vorgeschlagen wurde. Hanne-Lore Wendt, geboren 1940 im brandenburgischen Karstädt, lebt seit 1960 in Grabow und kam als Unterstufenlehrerin an die Friedrich-Rohr-Schule Grabow. Dort war sie bis 1998 als Lehrerin tätig, bis sie in den „Unruhestand“ eintrat, wie sie im Gespräch mit der SVZ am Rande der Auszeichnungsveranstaltung im Rathaus selbst sagte. Sie war nicht nur als Pädagogin anerkannt und liebte ihren Beruf, sie war auch als Stadtvertreterin sehr engagiert, gehört als CDU-Mitglied dem Stadtparlament von 1990 bis 2004 an. Von der Aufbruchstimmung nach der Wende erfasst und der Möglichkeit, sich in der Kommunalpolitik auf völlig neue Weise aktiv mit einzubringen, gehörte auch Hanne-Lore Wendt in Grabow zu den Mitgestaltern der neuen Zeit. „Wir hatten den Anspruch und das Ziel, aus unserer schönen Stadt etwas zu machen“, sagte Hanne-Lore Wendt, die in den ersten vier Jahren von 1990 an als Stadtvertretervorsteherin wirkte und in vielen Ausschüssen an wichtigen Entscheidungen für die Stadt beteiligt war. „Damals haben wir viel angeschoben und in die Tat umgesetzt. Wichtig war für uns, in das Programm der Städtebauförderung aufgenommen zu werden, was 1991 passierte“, sagte die Ehrenbürgerin. Hanne-Lore Wendt, die von 1999 bis 2004 auch Kreistagsabgeordnete war, setzte sich dafür ein, dass der Vertrag mit der GOS abgeschlossen wurde, dass somit Fördermittel für die Erschließung des Gewerbegebietes flossen, es Gelder für Waldbad, Rathaussanierung und Museum gab. In diesem Jahren brachte sie gemeinsam mit der Stadtvertretung den Bau der Feuerwehr auf den Weg, half mit, dass die Hafengestaltung vorankam, die Kaimauer saniert wurde, das Wohngebiet Vogelsang entstand, das Alten- und Pflegeheim sowie das Betreute Wohnen in Grabow Realität wurden. All das und vieles mehr kam auch in der gelungenen Laudation von FDP-Fraktionschef Dirk Dobbertin zum Ausdruck.


Zeit des Aufbruchs aktiv mitgestaltet


Diese Zeit des Aufbruchs und der Neugestaltung in den 90er-Jahren erlebte auch Ehrenbürgerin Ilse Petzak ganz bewusst mit. Als Mitglied der PDS und später aktiv in der Partei Die Linke war sie auch als Stadtvertreterin an der Entwicklung von Grabow mit beteiligt. Am 10. August 1936 in Zierzow geboren und dort aufgewachsen, hat sie dann später Unterstufenlehrerin studiert. 1954 begann sie ihre berufliche Laufbahn in Lenzen, heiratete und ist dann 1957 nach Balow gezogen. Als dann dort die Schule geschlossen wurde, zog Ilse Petzak mit ihrer Familie 1974 nach Grabow. Sie wurde Lehrerin an der damaligen Wilhelm-Pieck-Schule, der heutigen Grundschule Elde-Kinder. 1976 übernahm sie die Leitung der Schule, war dann 14 Jahre als Direktorin tätig. 1990 hörte Ilse Petzak als Schulleiterin auf, war dann noch für ein Jahr Lehrerin. Von 1990 bis 2007 war die heute 77-Jährige Stadtvertreterin, engagierte sich ähnlich wie auch Hanne-Lore Wendt in verschiedenen Ausschüssen. Ihre Verdienste um die Entwicklung der Stadt Grabow war für die Fraktion der Linkspartei in der Stadtvertretung ausschlaggebend, sie für die Ehrenbürgerwürde vorzuschlagen, wie es Laudator und Fraktionsvorsitzender Enrico Wiechmann formulierte.

„Ich war Lehrer aus Leidenschaft, mir hat die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen immer viel Freude bereitet“, sagte Ilse Petzak in ihren Dankesrede. Zuvor hatte ihr Stadtvertretervorsteher Hans-Werner Heinke ebenso wie Hanne-Lore Wendt Ehrenurkunde, Plakette und einen schönen Blumenstrauß überreicht.

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