ludwigslust : Gottesdienst zum Jubiläum

Beisammensein vor dem Haus. Fotos: andreas Münchow
Beisammensein vor dem Haus. Fotos: andreas Münchow

Ludwig-Danneel-Haus in Ludwigslust feierte am Wochenende 20. Geburtstag / Gegenwärtig wohnen hier 88 Frauen und Männer

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06. Juli 2014, 19:00 Uhr

Auf dem Altar brennen zwei Kerzen, Blumen vermitteln zusätzlich eine feierliche Atmosphäre. Mit einem festlichen Gottesdienst begingen Bewohner und Bewohnerinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Sonnabend gemeinsam mit Stiftsprobst Jürgen Stobbe den 20. Jahrestag des Ludwig-Danneel-Hauses in Ludwigslust, dessen Träger das Stift Bethlehem ist. Zu den Gästen gehörte auch Bürgermeister Reinhard Mach, der dem Haus als Geburtstagsgeschenk eine Zeichnung der Stadtkirche übergab. Mach erinnerte daran, dass die Pflegeeinrichtung die erste ihrer Art in Ludwigslust nach der Wende war.

Am 1. Juli 1994 waren die ersten Bewohner in das Alten- und Pflegeheim eingezogen. Von Anfang an dabei ist Leiterin Ulrike Gävert. Die 58-Jährige spricht voller Stolz von ihrer Einrichtung, in der in den vergangenen 20 Jahren weit über 1000 Menschen betreut wurden. „Wir haben heute sehr gute Bedingungen, unsere Bewohner leben in 28 Einzel- und 30 Zweibettzimmern.“ Die meist betagten Frauen und Männer, die hier wohnen, dürfen bei Einzug auch eigene Möbel und Fernseher mitbringen, ihre Zimmer praktisch nach eigenen Vorstellungen einrichten. Lediglich einzelne Möbel, wie Bett und eingebauter Kleiderschrank, sind vorgeschrieben. Das unter anderem deshalb, weil viele Bewohner pflegebedürftig sind und Spezialbetten benötigen. Insgesamt 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für die 88 Bewohner des Hauses. Darunter ist auch Köchin Barbara Danker, die ebenfalls von Beginn an dabei ist, zwischenzeitlich auch in der Stiftskirche gearbeitet hat. „Der schönste Dank für unsere Arbeit ist, wenn Bewohner zu uns an die Küchentür kommen und sagen, dass es ihnen geschmeckt hat“, sagt Barbara Danker.

Herta Maier wohnt seit Sommer vergangenen Jahres im Ludwig-Danneel-Haus. Die 89-Jährige stammt aus Malliß. Weil fast alle ihre Kinder inzwischen auswärts wohnen, zog die Seniorin in das Pflegeheim. Hier bewohnt sie gemeinsam mit einer Rentnerin ein Zweibettzimmer im zweiten Obergeschoss. „Wir vertragen uns meistens“, schmunzelt Herta Maier. Im Zimmer stehen unter anderem zwei Fernseher. Gibt’ s da keinen Ärger? „Nein, ich schaue nicht so oft TV. Und wenn doch, haben wir Kopfhörer, so dass wir uns nicht stören“, versichert Oma Herta.

Als der SVZ-Reporter das Zimmer schon wieder verlassen hat, kommt die Seniorin in ihrem Rollstuhl noch schnell hinterher gefahren. „Schreiben Sie bitte unbedingt, dass die Betreuung hier sehr gut ist. Die Schwestern stehen immer zur Verfügung, und die Verwaltung hat immer ein offenes Ohr für uns. Das wollte ich Ihnen noch sagen.“

Inzwischen geht im Erdgeschoss die Geburtstagsfeier weiter. Der Postgesangsverein bringt ein Ständchen, für den Nachmittag haben sich die Mildenitzer Danzlüd, der Techentiner Karnevalsverein und der Posaunenchor Eldena angemeldet.

Hausbewohner und Gäste – es gab am Sonnabend auch einen Tag der offenen Tür – konnten an diesem Tag auch vor dem Haus gemütlich beisammen sitzen und Essen aus der Gulaschkanone oder Erfrischungsgetränke genießen. Bereits an den Vortagen hatte es im Ludwig-Danneel-Haus mehrere Feiern gegeben, an denen Bewohner, heutige und frühere Heimmitarbeiter sowie Kooperationspartner teilgenommen hatten.

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