Göhlen : Goa-Party steigt am Wochenende

Goa-Party in Strohkirchen: In diesem Jahr kommen die Goanauten nach Göhlen.
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Goa-Party in Strohkirchen: In diesem Jahr kommen die Goanauten nach Göhlen.

Forstamt, Polizei und Amt Ludwigslust-Land kommen heute zusammen und kontrollieren, ob Auflagen vom Veranstalter erfüllt wurden

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30. Mai 2017, 21:00 Uhr

Noch vor Beginn der diesjährigen Goa-Party wurde Kritik an dem „Psychedelic Circus Festival“ laut. Zu dem mehrtägigen Musik-Spektakel, das vom 1. bis 5. Juni an der Lauckmühle in der Nähe von Göhlen stattfindet, werden 6000 Menschen aus etwa 20 Ländern erwartet. Bewohner der Region befürchten, dass es aufgrunddessen vermehrt zu Lärmbelästigungen und Problemen mit Drogen kommen wird.

„Wir rechnen damit, dass wir ein paar Unbelehrbare wegen Drogendelikten abführen müssen“, sagt Gilbert Küchler, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust. Darauf sei die Polizei jedoch vorbereitet. Der Regeldienst des Polizeireviers Ludwigslust mit Zusatzkräften verstärkt im Einsatz. „Es wird ein arbeitsintensiver Einsatz“, so Küchler. Auch erwarte er, dass es wie in den vergangenen Jahren zu Vermisstenmeldungen kommen würde.

Nichtsdestoweniger sehen Küchler und seine Kollegen dem Festival mit Gelassenheit entgegen. „Wir haben mit dem Veranstalter durchgängig gute Erfahrungen gesammelt und sind uns bei der Planung und Organisation auf Augenhöhe begegnet. Es gab keine Dissonanzen“, so der Revierleiter. Die Beamten und Zusatzkräfte des Polizeireviers würden die Veranstaltung die ganze Zeit über begleiten und dafür Sorge tragen, dass die Anwohner nicht belästigt werden.

Das betrifft jedoch nur Belästigungen durch Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, nicht durch Lärm. Zwar nimmt die Polizei Lärmbeschwerden entgegen. Für die Kontrolle der Einhaltung der Lärmschutzbestimmungen ist jedoch das Amt Ludwigslust-Land zuständig. „Wir haben Messpunkte festgelegt, an denen kontrolliert wird, ob die Tag- und Nachtwerte, die in der Freizeitlärm-Richtlinie festgelegt sind, eingehalten werden“, erklärt Günter Möller, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes Ludwigslust-Land. Zudem habe das Amt dem Veranstalter Music Eggert aus Lübtheen Auflagen erteilt, deren Erfüllung heute kontrolliert wird. „Wir haben beispielsweise vorgegeben, wie viele Feuerlöscher und Sanitätskräfte vor Ort sein müssen“, so Möller. Zudem müsse eine Staffelbesatzung der Feuerwehr während des gesamten Festes vor Ort im Einsatz sein. Möller zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass der Veranstalter alle ihm erteilten Auflagen erfüllt.

Diese Vermutung bestätigt der Eventmanager Sebastian Eggert. „Natürlich sind die Anwohner nicht immer begeistert, aber wir haben Messmeister, die die Lautstärke kontrollieren. Wir versuchen, mit der Veranstaltung ein Miteinander zu schaffen“, so Eggert Aus diesem Grund seien die Einwohner Göhlens sowie umliegender Gemeinden, wie Leussow, Alt Krenzlin, Neu Krenzlin, Krenzliner Hütte und Kummer, dazu eingeladen, das Festival kostenlos zu besuchen.

Alle anderen Besucher zahlen für das Ticket zur Goa-Party von Donnerstag bis Freitag 100 Euro, am Samstag 70 Euro und am Sonntag 30 Euro. Zum Ticketpreis kommen fünf Euro Müllpfand dazu. Eine Woche nach der Goa-Party soll von dieser auf dem Gelände nichts mehr zu sehen sein, planen Sebastian Eggert und seine Kollegen. Bühnen und Zelte sollen bis dahin abgebaut, Müll entsorgt sein.

Mit dem Ticket erhalten die Besucher nicht nur das Recht, am Festival teilzunehmen, sondern ebenso dort zu campen. Das Campen ginge bereits Donnerstagfrüh los, sagt Sebastian Eggert. Das „Psychedelic Circus Festival“ zeichnet sich nicht nur durch seine kunterbunte Gestaltung, sondern ebenso durch seine internationale Atmosphäre aus. „In diesem Jahr werden unter anderem Künstler aus Israel, Indien und Mexico dabei sein“, erzählt Sebastian Eggert.

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