„Psychedelic Circus“ Eldena : Goa-Party friedlich und ohne größere Störungen

Im vergangenen Jahr hatte der „Psychedelic Circus“ in Glaisin seine Bühnen und Dekorationen aufgebaut.
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Im vergangenen Jahr hatte der „Psychedelic Circus“ in Glaisin seine Bühnen und Dekorationen aufgebaut.

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06. Juni 2016, 12:00 Uhr

Im Vorjahr war er der allerletzte Besucher des Goa-Festivals in Glaisin, hatte ein Auto gestohlen und war bei Eintreffen der Polizei nackt und verwirrt. Am gestrigen Sonntag, ein Jahr nach Glaisin, schnappte die Polizei den Mann wieder – am Eingang der Goa-Veranstaltung in Eldena.

Polizei-Einsatzleiter Björn Klöckner: „Er hatte dort offenbar Drogen beziehungsweise verschreibungspflichtige Arzneimittel verschenkt und machte wieder einen verwirrten Eindruck.“

Der 29-Jährige aus dem brandenburgischen Kyritz saß gestern Nachmittag noch im Ludwigsluster Polizeigewahrsam während die Beamten versuchten, Kontakt zu seinem Betreuer aufzunehmen. Das Festival indes verlief laut Polizei störungsfrei. Einsatzleiter Klöckner lobte die „absolut professionelle Zusammenarbeit“ zwischen Veranstalter, Behörden und Polizei. „Aufgrund der Hitze verließen bereits am Sonntag viele der vom Veranstalter auf rund 2000 geschätzten Besucher das Gelände und begaben sich auf den Heimweg“, sagte Klöckner.

Bei Kontrollen im Zusammenhang mit dem Festival hatte die Polizei von Mitte vergangener Woche (Beginn der Anreisen) bis gestern Mittag insgesamt 35 Verstöße gegen gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. In allen Fällen handelte es sich um jeweils geringe Mengen Drogen. Elf Autofahrer, die meisten aus Dänemark, waren unter Drogeneinfluss unterwegs, zwei Fahrer unter Alkoholeinfluss.

Auffallend in diesem Jahr war laut Polizei, dass mehr Besucher als früher mit der Bahn anreisten und dann den offiziellen Shuttle-Verkehr nach Eldena nutzten. Allerdings gab es auch Personen, die sozusagen im Privat-Shuttle, im eigenen Wagen also, Festivalbesucher von und nach Eldena fuhren. Dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit nach dem Personenbeförderungsgesetz, die mit einem Bußgeld von bis zu 20  000 Euro geahndet werden kann. Die Polizei wird aufgrund dieser Steuervergehen ferner den Zoll informieren.

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