Ludwigslust : Glasklare Sache im Wasserwerk

Mit dem Auge kein Unterschied zu erkennen: Wassermeister Andreas Lemke zeigt den Besuchern Roh- und Reinwasser.
Mit dem Auge kein Unterschied zu erkennen: Wassermeister Andreas Lemke zeigt den Besuchern Roh- und Reinwasser.

Die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow öffneten gestern am Weltwassertag ihre Türen im Wasserwerk Techentin

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23. März 2018, 05:00 Uhr

„Um die 85 Kubikmeter Trinkwasser gehen gerade nach Ludwigslust“, erklärt Torsten Bruck, Prokurist für den Netzbetrieb bei den Stadtwerken Ludwigslust-Grabow. Den Blick dabei hat er auf einen Monitor gerichtet. Im Wasserwerk in Techentin läuft alles elektronisch. Hier braucht niemand jeden Tag arbeiten – alles läuft wie von Geisterhand. Die Zuhörer sind allesamt interessierte Besucher des Weltwassertages, an dem die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow regelmäßig teilnehmen. Einerseits, um sich zu präsentieren, andererseits um das Bewusstsein für das Lebensmittel Nummer eins zu schärfen. Deshalb sind beim Weltwassertag auch immer Kinder eingeladen. „Wir hatten heute Morgen fast 200 Kinder hier“, erzählt Viola Busch, Prokuristin für den Vertrieb. So sollten sich Kinder einmal bewusst machen, wie viel Wasser eigentlich ein Liter ist.

Gestern Nachmittag waren die Türen beim Wasserwerk noch immer geöffnet – für Besucher von überall her. Mehrere Pumpen sorgen beim Wasserwerk in Techentin dafür, dass das Wasser überall ankommt – ob in Ludwigslust, Weselsdorf, Groß Laasch, Techentin oder Grabow... „Durchschnittlich wird das Trinkwasser mit fünf bar Druck in die Leitung gepumpt“, erklärt Wassermeister Andreas Lemke.

Aus 150 Metern Tiefe wird das Grundwasser nach oben gefördert, dort angekommen, wird es in der Filterstraße unter anderem von Eisen und Mangan befreit. Die Anlage selbst wurde 2009/10 nach dem Umbau der Filteranlage in Betrieb genommen. „In der Entsäuerungsanlage wird nach der Filterung noch der ph-Wert angepasst“, sagt Andreas Lemke. Eine wasserrechtliche Genehmigung erlaubt den Stadtwerken die Entnahme von Grundwasser für die Trinkwasserversorgung. „Ich finde es beeindruckend hier. Vor allem wie sauber es auch ist“, sagt Joachim Schilke. Für den Grabower ist es selbstverständlich auf den eigenen Wasserverbrauch zu achten. Genau darum geht es auch beim Weltwassertag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Naturbasierte Lösungen für das Wasser“ steht. „Es ist ein sehr hohes, natürliches Gut, das wir schützen müssen“, sagt Joachim Schilke nach der Besichtigung. Das können Andreas Lemke und Torsten Bruck nur unterschreiben. „Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie viel Wasser er verbraucht“, sagt der Wassermeister.

Durchschnittlich werden in Deutschland 124 Liter Wasser pro Tag verbraucht. Trinkwasser aber ist knapp, auch wenn die Erde zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, sind davon nur 2,5 Prozent Süßwasser. Nicht einmal das alles steht als Trinkwasser bereit, nur ein Drittel davon. Der Rest des Süßwassers befindet sich an den Polen, ist unzugänglich.

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