ludwigslust : Gewinner-Logo von Christof Raker

Das Gewinnerlogo lieferte Christof Raker (r.) von der Förderschule „J.H. Pestalozzi“ in Ludwigslust. Links der Drittplatzierte des Wettbewerbs Justin Schieck.
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Das Gewinnerlogo lieferte Christof Raker (r.) von der Förderschule „J.H. Pestalozzi“ in Ludwigslust. Links der Drittplatzierte des Wettbewerbs Justin Schieck.

Jury vom Entwurf des Schülers aus Ludwigslust überzeugt/ Klimaschutz-Projekt an 16 Schulen im Landkreis gestern offiziell gestartet

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01. Juli 2015, 07:00 Uhr

Justin, Leoni und Christof standen gestern beim Auftakt des Klimaschutz-Projektes für 16 Schulen des Landkreises im Kreistagssaal der Kreisverwaltung in Ludwigslust ganz besonders im Mittelpunkt. Bei der Auswertung des Gestaltungswettbewerbs „Klimaschutz? Logo!“ kamen sie auf die drei ersten Plätze. Aus den 61 eingegangenen Logo-Entwürfen der Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis hatte eine Jury ihre Arbeiten als die besten aussagekräftigsten Wettbewerbsbeiträge ausgewählt. Dabei belegte Justin Schieck von der Diesterweg-Schule in Hagenow den 3. Platz und Leoni Lenzky vom Gymnasium Crivitz den 2. Platz. Leoni konnte ihre Auszeichnung aber nicht persönlich entgegennehmen, da sie gerade auf Klassenfahrt ist.

Das Gewinnerlogo lieferte Christof Raker von der Förderschule „J.H. Pestalozzi“ in Ludwigslust. Sein Entwurf dient als Vorlage für das offizielle Logo des Klimaschutzprojekts des Landkreises, welches in der Auftaktveranstaltung erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Das aktuelle Klimaschutzprojekt ist damit nun offiziell gestartet. „An diesem Projekt nehmen 16 der 19 Schulen in Trägerschaft des Kreises teil. Das ist eine beachtliche Quote, aber ich hätte mir eine hundertprozentige Beteiligung gewünscht. Aber wenn drei Schulen sagen, dass es im Moment nicht geht, dann wird es dafür auch Gründe geben“, so Landrat Rolf Christiansen. Die Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Ina-Maria Ulbricht, hält dabei das Prinzip der Freiwilligkeit für sinnvoll. „Da ist doch eher die Motivation da, beim Klimaschutz mitzumachen, mit eigenen Ideen, Maßnahmen und Konzepten an dieser wichtigen Aufgabe mitzuwirken“, sagte sie nach der Vorstellung der Energieteams der Schulen.

Tilman Langner, Geschäftsführer Umweltbüro Nord e. V., gab dann im Anschluss nicht nur fundierte Informationen zum Thema nachhaltige Schulentwicklung und stimmte die Schüler sowie die Pädagogen auf die weitere Projektarbeit ein. So können alle Beteiligten nach den Sommerferien wieder gut motiviert und mit „neuer Energie“ die Arbeit in den Energieteams fortsetzen. Dabei zeigte er auch an praktischen Beispielen, was man z. B. mit Solarenergie alles machen kann. Und zwar anhand der KeBaMa 1, der Keksbackmaschine, die ein Unikat ist. Ein Gerät, das aus einem gut isolierten Behälter und vier Solarzellen aus Aluminium besteht und bei richtiger Ausrichtung im Sonnenlicht nach kurzer Zeit mit rund 200 Grad wunderbar Kekse backen kann. Aufschlussreich waren auch seine Ausführungen zum Solarbootrennen in Stralsund, wo Schulen aus vorgegebenen Bausätzen entsprechende Exemplare basteln und schwimmen lassen können.

Hauptziel des Projektes „Klimaschutzmanagement bei der Ein- bzw. Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim“ ist, die Energieeinsparung an Schulen durch bewusste Verhaltensänderung und energiebewusstes Alltagshandeln zu fördern. Die 19 Schulen in Trägerschaft des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit zurzeit etwa 7400 Schülerinnen und Schülern haben einen jährlichen Verbrauch von insgesamt mehr als 15 Mio. Litern Wasser, mehr als 8 Mio. Kilowattstunden Heizenergie und etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden Elektroenergie sowie ein Aufkommen von 1,1 Mio. Litern Hausmüll. In Zusammenarbeit zwischen Schulen und Landkreis soll innerhalb des dreijährigen Projektzeitraumes das Nutzerverhalten der Beteiligten positiv beeinflusst werden, um so durch effektiveren Umgang mit Wasser, Strom und Müll den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern und die Umwelt zu schützen.



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