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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 21:06 Uhr

Ludwigslust : Gewerbe gemeinsam entwickeln

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erarbeitung des „Regionalen Entwicklungskonzeptes A 14“ gestartet / Meinungen von Bürgern ab kommender Woche im Internet gefragt

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 07:45 Uhr

Neue Firmen, mehr Arbeitsplätze, zusätzliche Einnahmen – mit dem Bau der Autobahn 14 verbinden viele Kommunen in der Region große Hoffnungen. Doch diesmal will nicht jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kochen. Stattdessen soll eine gemeinsame Strategie entwickelt werden, wie Unternehmen in die Region gelockt werden können. Basis soll ein „Regionales Entwicklungskonzept A 14“ sein, mit dessen Erarbeitung die Cima Beratung + Management GmbH aus Lübeck gerade begonnen hat.

„Das Konzept soll zeigen, worauf wir in der wirtschaftlichen Entwicklung besonderen Wert legen sollten, in welchen Branchen die tatsächlichen Potenziale dieser Region liegen“, sagt Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. „Frühere Erfahrungen zeigen, dass man (von potenziellen Investoren, d. Red.) einfach besser wahrgenommen wird, wenn man gemeinsam auftritt. Eine gute Lage allein reicht für den Erfolg nicht.“

Neben den Städten Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe sind die Gemeinden Brenz, Rastow (für den Ortsteil Fahrbinde), Groß Laasch und Wöbbelin mit im Boot. Landkreis und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg sind Kooperationspartner.

Die Voraussetzungen sind unterschiedlich. Im Ludwigsluster Industriegebiet „Stüdekoppel“ direkt an der Autobahnabfahrt Ludwigslust-Süd sind noch viele Gewerbegrundstücke frei. Allerdings wartet die Stadt noch auf Fördermittel, um dort weiter erschließen zu können. Und „es gibt noch mögliche Erweiterungsflächen, die sich im öffentlichen Eigentum befinden“, so Mach.

In Grabow ist das große Gewerbegebiet „Grabow-West“ nach Angaben von Bürgermeister Stefan Sternberg ausgebucht. Ein Areal von rund zwei Hektar soll im Bereich des Kiebitzweges nutzbar gemacht werden, und einige Flächen gibt es noch im Bereich des Heimtextilien-Fachmarktes an der B 5. „Möglicherweise müssen wir perspektivisch auch über die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes nachdenken“, so Sternberg.

Die Stadt Ludwigslust hat schon Ideen, in welchen Branchen sie nach möglichen Investoren Ausschau halten würde. „Der Standort ist für jene Branchen interessant, für die die Metropolen Berlin und Hamburg und der Raum Magdeburg wichtig sind“, erklärt Reinhard Mach. Das könnten Logistikunternehmen sein, aber auch Produktionsbetriebe, die für die beiden Metropolen produzieren. „Aber vielleicht liegen wir mit unseren Gedanken auch nicht richtig. Deshalb ist es gut, wenn im Zuge der Konzepterarbeitung andere Experten ihre Gedanken einbringen“, so der Ludwigsluster Bürgermeister.

Bereits ab kommender Woche können Interessierte sich äußern. „Am 22. September startet im Internet unter www.rek-A14.de eine erste Online-Umfrage“, sagt Henrik Wegner, Ludwigslusts Wirtschaftsförderer. Auf der Seite wird dann ständig über Zwischenergebnisse, Termine und Beteiligungsmöglichkeiten informiert. So soll es drei Regionalforen geben – in Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe. Das erste ist für den 27. Oktober in der Ludwigsluster Stadthalle geplant.

Knapp 50 000 Euro kostet die Erarbeitung des Konzeptes. Rund 90 Prozent davon kommen als Fördermittel.


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