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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 19:38 Uhr

neustadt-glewe : Geschichten aus dem Verlies

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zum Burgfest in Neustadt-Glewe am Wochenende führen Schülerinnen der Karl-Scharfenberg-Schule Besucher durch die Anlage

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Die Burg Neustadt-Glewe hatte dieser Tage zu einer Führung der besonderen Art eingeladen. Geduldig erklärten die Burgführer den Besuchern, was es mit der Ritterrüstung auf sich hat oder warum die Verteidiger der Burg einst lieber Armbrust statt Pfeil und Bogen nutzten. Aber wie gesagt: Es war an diesem Nachmittag wirklich eine ungewöhnliche Führung. Denn die Burgführer waren Kinder aus der Regionalen Karl-Scharfenberg-Schule Neustadt-Glewe, wie übrigens auch die Besucher, die den Erklärungen gespannt lauschten.

Silke Schulz, stellvertretende Schulleiterin, klärt den Fall auf: „Acht Mädchen unserer Schule werden zum Burgfest am kommenden Wochenende (30. Mai bis 1. Juni – d. R.) jeweils Sonnabend und Sonntag Besucher durch die Burg führen und ihnen alles erklären. Sie haben dafür an diesem Nachmittag schon mal unter realen Bedingungen geprobt.“

Um so real wie möglich zu proben, hatten sich die acht Schülerinnen mit entsprechender Kleidung als Mägde verkleidet, während Mitschüler und Mitschülerinnen schon mal die Zuschauer darstellten.

Die Burgführerinnen auf Zeit werden am Sonnabend und Sonntag vier Zweierpaare bilden, die Besucher durch das Bauwerk führen. Kimberly Zahn freut sich schon. „Ich mag den Turmsaal besonders, weil man von da so eine schöne Aussicht hat. Da kann ich den Besuchern viel erzählen.“ Kimberly bildet mit Lucie Maak ein Burgführer-Paar. „Ich finde das Verließ spannend, wo im Mittelalter Hexen und Mörder eingesperrt wurden. Das ist so unheimlich“, meint Lucie.

Neben Verließ, Wehrgang und Turmsaal werden die Fünf- und Sechsklässlerinnen den Besuchern der Burg natürlich noch viel mehr erzählen können, zum Beispiel, wie man einst hier gegessen und geschlafen hat oder welche Kleidung man trug.

Entstanden ist die Idee zu diesen ganz speziellen Burgführungen aus einem Projekt, dass es an der Karl-Scharfenberg-Schule gibt. „Unsere Schüler können sich in der Ganztagsschule für ein Projekt entscheiden“, berichtet Lehrerin Silke Schulz. „Die Mädchen, die jetzt die Burgführungen veranstalten, nehmen am Projekt ,Zeitreise ins Mittelalter’ teil.“ Solche Projekte werden in MV durch das Programm „Schule plus“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Interessant ist auch, dass die acht Mädchen ihre Texte selbst erarbeitet haben und Silke Schulz lediglich Tipps gegeben hat, wie dieses oder jenes noch interessanter erzählt werden kann.

„Die Mädchen sind ganz toll bei der Sache und haben viel Engagement auch in die Vorbereitung der Führungen gesteckt“, sagt Silke Schulz.

Die Führungen der Schülerinnen finden am Sonnabend um 11 und 14 Uhr, am Sonntag um 11 und 13 Uhr statt.

 

 

 

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