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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 15:21 Uhr

ludwigslust : Geschichte erlebbar machen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neue Ausstellung „Ludwigslust 1945 und 2011/2012“ im Amt Ludwigslust-Land

Janusz Kahl war 18 Jahre, als er als Überlebender des KZ Wöbbelin von den Amerikanern befreit wurde. Und er war Ehrengast bei der Eröffnung einer ganz besonderen Exposition in den Räumen des Amtes Ludwigslust-Land. Der Titel der Ausstellung ist „Ludwigslust 1945 und 2011/2012“, gestaltet von Schülern des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust. Wie wichtig die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ist, machten Amtsvorsteher Klaus-Otto Meyer und die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, Ramona Ramsenthaler, in ihren Worten deutlich. „Seit 2007 werden Forschungsarbeiten im Rahmen des Netzwerkes Schulen und Gedenkstätten, Facharbeiten, Schautafeln und Sonderausstellungen erarbeitet. Partner des Netzwerkes Schulen und Gedenkstätten präsentierten in einer Sonderausstellung diese Ergebnisse ihrer Forschungen aus dem Jahr 2012“, so Ramona Ramsenthaler.

Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Regionalgeschichte der 9. Klasse des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust waren 2011 und 2012 auf Spurensuche in ihrer Heimatstadt Ludwigslust gegangen. Von den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin hatten die Jugendlichen eine Auswahl von historischen Fotos aus dem Jahr 1945 zur Verfügung gestellt bekommen. „Es begann alles mit einem Vortrag vor den Neuntklässlern, als ich ihnen historische Fotos zeigte, so von der Otto-Kaysel-Straße in Ludwigslust und sie für dieses Projekt begeisternkonnte, so Ramona Ramsenthaler. Zuerst befassten sich die Schüler mit dem historischen Hintergrund der Fotos, unter anderem lasen sie Zeitzeugenberichte und befragten auch Zeitzeugen aus Ludwigslust. Gemeinsam erkundeten sie dann die Orte, an denen die Frontberichterstatter der amerikanischen Armee, der 82. US-Airborne-Division, 1945 diese Fotos gemacht hatten. Ziel war es, dem historischen Foto vom gleichen Standpunkt und mit der gleichen Perspektive ein aktuelles Foto gegenüberzustellen. Im Ergebnis entstanden eine Power-Point-Präsentation und diese Sonderausstellung.

Janusz Kahl besuchte im Rahmen des Projektes „Schulen und Gedenkstätten“ auch die Schule Rastow. Das Zeitzeugengespräch ist Bestandteil zweier neuer Geschichtsprojekte an der Schule.

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