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Geplatzte Wasserleitungen fordern Feuerwehrleute

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erstellt am 09.Feb.2012 | 10:02 Uhr

Grabow | Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis werden nach dem langsam zurückweichenden Frost vermehrt zu geborstenen Wasserrohren in Gebäuden gerufen. So auch gestern gegen 9 Uhr in der Clara-Zetkin-Straße im nicht bewirtschafteten Hotel "Mecklenburger Hof" in Ludwigslust. Dorthin mussten Kameraden der Feuerwehr Ludwigslust eilen, um die Folgen einer durch Frost verursachten Leckage zu bannen. Wie die Stadtwerke ermittelten, sind dort 21 Kubikmeter Wasser aus dem Gebäude bis auf die Straße geflossen. Die Menge lief aus dem Dachstuhlbereich im Innern und an der Fassade hinab und sprudelte auf die Straße. Die Minusgrade im Freien reichten dann wiederum aus, um das abfließende Wasser in eine Eisbahn gefrieren zu lassen.

Ein ähnliches Szenario ereilte die Kameraden der Grabower Wehr, die vorgestern Nacht gegen 2 Uhr zur Thomas-Mann-Straße ausrückten. Eine Versorgungsleitung einer Wassertherme im Dachstuhl hatte die Eiseskälte zum Platzen gebracht. Einem ungebremsten Rinnsal gleich, bahnte sich das Wasser aus dem Leck seinen Weg bis in den Keller hinab. Zwei Wohnungspartien wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.

Wenn die Feuerwehrkameraden dieser Tage das Löschwasser in den Tanks ihrer Einsatzfahrzeuge und Schläuchen gefriert, so mussten sie auch in Hagenow und Banzkow die Fluten aus geborstenen Rohrleitungen in Kellern und Lebensbereichen stoppen. Die anhaltende, klirrende Kälte hatte die Gemäuer durchsetzt und mit eisigem Griff die Zuleitungen verschlossen, hatten Rohre und Wasserzähler platzen lassen.

Immer dort, wo Wasser in Transportleitungen zu stehen kommt, können Minusgrade zu einer ernsten Gefahr werden, weiß ZkWAL-Geschäftsführer Stefan Lange. Das können Kältebrücken in Wänden, aber auch nicht tief genug ins Erdreich verlegte Leitungen sein. Verschließt das zu Eis gewordene Wasser das Leck noch bei Frost, so gibt es beim Tauen kein Halten mehr, denn Wasser hat keine Balken, informiert Lange. Allerdings wurden beim ZkWAL bislang keine Schäden durch Frost gemeldet.

Mitarbeiter der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow mussten vom 4. Februar bis gestern 21 durch Frost geborstene Hausleitungen und zig Wasserzähler reparieren. Allerdings, so die Information von Geschäftsführer Wulf-Peter Bo secke, sei es zu keinen Störungen von Versorgungsleitungen durch den grimmigen Dauerfrost gekommen.

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