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gross laasch : Gemeinschaftssinn prägt Dorfleben

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Groß-Laascher Bürgermeister zieht Jahresbilanz: Gemeindevertretung kann auf Uneigennützigkeit zahlreicher Bürger bauen

In den letzten Wochen war die Gemeinde Groß Laasch vor allem wegen des Streits um den Baggersee, der sich auf dem Gemeindegebiet befindet und der mit dem Autobahnbau zusammenhängt, in den Schlagzeilen. Bisher hat es keine abschließende Entscheidung gegeben. Die Laascher hoffen, dass sich die betreffenden Baubetriebe zusammen mit den Behörden auf eine Lösung einigen, die den Bewohnern der Gemeinde entgegen kommt. Denn sie verbinden viele Wünsche und Hoffnungen in punkto Naherholung mit diesem Projekt.

Ansonsten ist in der Gemeinde Groß Laasch im letzten Jahr vieles verwirklicht worden. Bürgermeister Markus Lau nennt drei Bauvorhaben, die realisiert wurden: Einmal die Dorfmitte, die über das Leitprojekt „Kreativdorf Groß Laasch“ und über Fördermittel aus dem Leader-Programm hergestellt wurde, dann der Bebauungsplan „An der Kuhdrift“, wo im Frühjahr Baureife geschaffen werden soll und 19 Bauplätze entstehen, damit sich junge Familien ansiedeln können. Außerdem ist die Straße zum Friedhof hergerichtet worden, die jetzt ein Schmuckstück in Asphalt darstellt. Der Spielplatz allerdings, das Gemeinschaftsprojekt, in das die Laascher ebenfalls viel investiert haben, ist im letzten Jahr noch liegen geblieben. Der Bürgermeister versichert aber, dass er in diesem Jahr jedenfalls hergerichtet wird, und die Laascher hoffen dabei auf die Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Leader-Programm.

Das gesellschaftliche Leben in Groß Laasch ist ein sehr reges. Es gibt den Tag der Generationen in der Kita, Bilderausstellungen im Kulturhaus, den Tag der Vereine, das Festival „Rocken für Lau“, das Sommertheater der Kirchgemeinde, Insektenhotel, Streuobstwiese, das Sonnenblumenfest der Wohnanlage „Lebens-Lust“, den Karneval nicht zu vergessen und selbstverständlich die beliebten Kinderkleiderbörsen.

Das alles sei nur möglich, weil sich Vereine und Privatpersonen uneigennützig für ihre Gemeinde engagierten, sagt der Bürgermeister. Für die Feuerwehr zum Beispiel ist der Einsatz für die Gemeinde auch ein Stück Nachwuchsarbeit. Trägt er doch dazu bei, junge Leute hier in der Region zu halten. Und Markus Lau erwähnt auch die aktive Kirchgemeinde mit ihrer Pastorin Sabine Schümann, die sehr viele Gemeinschaftsaktionen mit der Kommune durchgeführt habe. Zu erleben war das gerade am Dritten Advent beim Weihnachtsfest im Pfarrgarten, weil der traditionelle Ort auf dem Karl-Moltmann-Platz in diesem Jahr nicht genutzt werden kann. Er ist bekanntlich neue Dorfmitte und gerade frisch angesät worden, so dass die Rasendecke dort noch nicht so belastet werden soll.

Im Frühjahr allerdings wird es auf dem Karl-Moltmann-Platz weitergehen. Dann ist eine Pflanzaktion geplant, die mit der ganzen Gemeinde durchgeführt werden soll. Vor allem die Jugend werde auch dabei sein, so der Bürgermeister.


Ansturm auf den Breitensport


Zu den Aktivposten der Gemeinde gehört weiterhin der Sportverein, wo es schon schwierig ist, Hallenzeiten zu bekommen, weil der Andrang so groß ist. Vor allem der Breitensport ist mit dem Namen Gudrun Lamprecht verbunden. Sie zieht sehr viele Bürger an, die sich bewegen wollen. Auch Grabower sind unter denen, die jetzt nach Groß Laasch kommen, um Sport zu treiben.

Bürgermeister Markus Lau erwähnt ebenfalls das Engagement von René Bremer und seinem Vater, die die Straßen bei Schneefall ganz uneigennützig räumen, ohne nach Bezahlung zu fragen.

Oder Helmut Madaus, der inzwischen Vorruheständler ist und immer noch, als sei er in Lohn und Brot, zur Arbeit als Gemeindearbeiter geht, obwohl er keinen Cent dafür verlangt.

Engagement zeigt auch seine Frau Hannelore, die sich mittlerweile in der Ortsgruppe der Volkssolidarität stark engagiert und dort die Arbeit organisiert.


Jugendclub erweist sich als Magnet


Und die Arbeit des Jugendclubs ist Lau wichtig. Sie ist vor allem mit Susanne Liedtke verbunden, die nach seinen Worten sehr großes Geschick beweise, mit den Kindern und Jugendlichen umzugehen, sehr viele Ferienaktionen organisiere. Der beste Lohn der Anstrengungen sei, dass manchmal 40 bis 50 Kinder pro Tag in den Jugendclub kommen.

Die großen Bauvorhaben in der Gemeinde sind nun abgeschlossen. In diesem Jahr, so der Bürgermeister, stehe nicht nur die Kommunalwahl an, sondern es gehe auch „auf ideelle Weise“ in der Gemeinde weiter. Die Laascher wollen ihr Leitprojekt „Kreativdorf“ vorantreiben, weitere Leader-Mittel einwerben, um die Dorfgestaltung fortzusetzen. Und sie wollen ihre Partnerschaftskontakte mit der polnischen Gemeinde Brusy wieder intensivieren.


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erstellt am 06.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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