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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 11:25 Uhr

Ludwigslust : Gemeinsame Zeit fürs Spielen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Familien-Projekt der Pestalozzi-Schule Ludwigslust abgeschlossen: Eltern sehen das Angebot durchweg als positiv und empfehlenswert an

von
erstellt am 12.Jul.2016 | 21:00 Uhr

„FuN“ ist eine willkommene Abwechslung für den Alltag. Man lernt nicht nur seine Kinder besser kennen, sondern auch andere Familien mit fast den gleichen Sorgen und Nöten. Es macht immer Spaß, zu FuN zu gehen und es ist weiterzuempfehlen“, sagte Anke Schindler, die mit ihrem Kind an diesem Projekt teilnimmt. Gemeinsam mit weiteren Familien hatte sie sich an acht Nachmittagen jeweils dienstags von 15.30 bis 18.30 Uhr in der Pestalozzi-Schule in Ludwigslust getroffen. Angeleitet und betreut von den drei FuN-Teamerinnen Jana Pagel, Angelika Ebert, die seit 1998 hier als Schulsozialarbeiterin tätig ist, und Andrea Bade, die vom Kooperationspartner Zebef kommt.

„Fun“ ist das englische Wort für Spaß. Deswegen trägt die FuN-Familie diesen Namen. „Es ist ein Programm, das Eltern viel Freude macht“, so Angelika Ebert gestern Nachmittag gegenüber SVZ, die mit ihren beiden FuN-Trainerinnen nicht nur die Treffen vorbereitet, sondern auch eine halbstündige Nachbereitung dranhängt.

Seit 2013 gibt es das Projekt. Eigentlich ist FuN aber die Abkürzung für Familie und Nachbarschaft. „Familie und Nachbarschaft sind zusammen stark und füreinander da. Das sind wir auch“, ergänzt die Schulsozialarbeiterin. FuN ist ein präventives Förderprogramm der Familienbildung, wird in Kooperation verschiedener sozialer Dienste durchgefuhrt. FuN fördert die Erziehungs- und Mitwirkungskompetenzen von Familien und spricht alle Familien an, unabhängig von ihrer Familienform, ihrer sozialen Lebenssituation und ihren Vorerfahrungen mit anderen Bildungsangeboten.

Jedes Jahr findet solch ein Kurs an der Pestalozzi-Schule statt, mehr ist aus zeitlichen Gründen nicht machbar.

„Wir haben da eine feste Struktur. Nach der Begrüßung mit Auflockerungsübungen gibt es verschiedene Varianten der Gestaltung dieses Nachmittags, von Spielen bis hin zum gemeinsamen Essen“, sagte Jana Pagel. Es gibt auch eine Elternzeit, wo sich die Erwachsenen austauschen können, während dessen die Kinder betreut werden. Diese Aufgabe übernimmt Pia Steinhauer (20), die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Mehrgenerationenhaus Zebef absolviert. „Ich gehe dann mit den Kindern raus und wir spielen. Wir beschäftigen uns gemeinsam, basteln dann auch, so fertigen wir Armbänder und Traumfänger“, sagte die junge Frau, die noch bis Ende August FSJlerin ist. Das Besondere an FuN ist halt das miteinander Spielen, Lachen, Reden, Glücklichsein. „Das Angebot soll für die Familien ein Impuls sein, das sie etwas aus sich machen, sich mit ihren Kindern beschäftigen und etwas erleben“, ergänzt Jana Pagel. „Die Erfahrungen, die wir als FuN-Teamer machen, die Entwicklung, die die Familien nehmen, ist für uns schon interessant“, so Andrea Bade.

Die Eltern, die mit ihren Kindern gestern zum 8. Mal dabei waren und damit den Abschluss des Projektes erlebten, ziehen durchweg eine positive Bilanz. „Die Kinder wollen wieder mitmachen“, sagte Diana Heinze, und als sie von den FuN-Teamerinnen gefragt wurde, ob sie auch wieder dabei sein würde, sagte sie Ja. „Es macht Spaß, die Elternrunde ist top. Es ist ein tolles Familienprojekt, das muss unbedingt weitergeführt werden. Ich bin vollkommen begeistert“, so Diana Heinze. Und Kerstin Rank ergänzt: „Das FuN-Projekt ist eine gute Sache, aber acht Wochen reichen nicht.“

Das Miteinander in der Familie ist beim FuN-Projekt das Entscheidende, darauf lässt sich aufbauen. „Es ist schön, wie die Eltern sehen, wie sich ihre eigenen Kinder bei FuN sich wohlfühlen, die das als Kind selbst zu Hause nicht so erlebt haben“, resümiert Jana Pagel.

Nach den acht Veranstaltungen gibt es nochmal ein Treffen, das soll nach den Sommerferien stattfinden. „Wir kommen im Zebef zusammen, zeigen Fotos, fragen, wie es in der Zeit danach gelaufen ist. Wir wollen auch, dass sich die Familien regelmäßig treffen“, so Angelika Ebert.

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