zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

16. Januar 2018 | 13:12 Uhr

Ludwigslust : Gemeinsam zum Ziel

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die syrischen Brüder Ahmad und Mahmoud Khalil helfen beim Ferienprogramm der Lebenshilfe mit

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2016 | 20:45 Uhr

Ahmad und Mahmoud stehen in der Küche. Ahmad rührt die Soße um, während sein jüngerer Bruder das Gemüse schnippelt. Die beiden kochen heute zum Einstand ihres dreiwöchigen Praktikums für die Kinder, die am Ferienprogramm der Lebenshilfe Ludwigslust in der Schule an der Bleiche teilnehmen. Es gibt gekochtes Hähnchenfleisch mit einem Gemüse-Eintopf und typisch syrischen Gewürzen.

Eigentlich sind Ahmad und Mahmoud Khalil aus Syrien ausgebildete Grundschullehrer. Doch seit ihrer Flucht nach Deutschland sind die beiden auf Hilfe angewiesen. Etwa auf die vom Institut für Bildung und Forschung (kurz Bilse). Projekt-Mitarbeiter Peggy Hofmann ist für eine Gruppe von 30 geduldeten Flüchtlingen, darunter auch Ahmad und Mahmoud, zuständig. „Unser Ziel ist es, die Fachkräfte, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, auf die Herausforderungen und Aufgaben, die sie hier erwarten, vorzubereiten“, erzählt Peggy Hofmann. Neben Unterrichtsstunden zur deutschen Sprache und dem Ausbildungssystem geht es laut Hofmann auch um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Ausbildungen und der Eingliederung der Flüchtlinge in den Arbeitsalltag. Funktionieren soll das durch Praktika wie die von Ahmad und Mahmoud.

„Wir sind den Verantwortlichen des Instituts für Bildung und Forschung sehr dankbar, dass sie mit uns in Kontakt getreten sind. Ahmad und Mahmoud sind sehr nett und hilfsbereit. Manchmal müssen wir die beiden schon fast bremsen, dass die Kinder selbst auch noch was machen“, erzählt Reiner Schernau von der Lebenshilfe Ludwigslust. Gerade bei den drei Wochen Ferienprogramm, die die Lebenshilfe Ludwigslust seit 24 Jahren veranstaltet, sei jede Hand eine Hilfe.

Die Vorsitzende der Lebenshilfe Ludwigslust, Dr. Almut Schulz, sieht das ähnlich: „Sowohl Integration als auch Inklusion sind nicht nur Begriffe, sondern müssen in der Praxis umgesetzt werden. Ich freue mich sehr, dass uns die beiden Syrer unterstützen.“

Neben der heutigen Kochstunde stehen noch viele andere Aktivitäten auf dem Plan – sowohl für Ahmad und Mahmoud, als auch für die Kinder der Lebenshilfe: „Wir spielen, malen und basteln zusammen. Außerdem gehen wir auch spazieren, unternehmen einen Ausflug an die Ostsee und in den Schweriner Zoo“, erklärt Schernau. Das freut bestimmt nicht nur die Kinder, sondern auch Ahmad und Mahmoud.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

Liebe Leserinnen und Leser,
im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserer Webseite haben wir unter diesem Text die Kommentarfunktion deaktiviert. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Wir bitten um Verständnis.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert