Ludwigslust : Gemeinsam über die neue Brücke

Die Seniorensportgruppe der Volkssolidarität ging im September mit Bürgermeister Reinharf Mach als erste über die neue Brücke im Laascher Weg.  Fotos: archiv
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Die Seniorensportgruppe der Volkssolidarität ging im September mit Bürgermeister Reinharf Mach als erste über die neue Brücke im Laascher Weg. Fotos: archiv

Tablets für Stadtvertreter, Überraschungsblitze für Autofahrer, eine bewegende Ausstellungseröffnung: Das war 2014 in der Region

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29. Dezember 2014, 11:47 Uhr

Wieder geht ein Jahr zu Ende, ein Jahr , das in unserer Region vielen Menschen Glück und Freude gebracht hat. Ein Jahr aber auch, in dem manche Ereignisse zum Nachdenken angeregt haben, auch, weil sie voller Tragik waren. Ein kleiner Rückblick soll das Geschehen des Jahres nochmals in Erinnerung rufen, wobei wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Januar: Ein brutales Verbrechen erschüttert Ludwigslust. In der Nacht zum 19. Januar überfallen zunächst Unbekannte einen 36-Jährigen und bringen ihm schwerste Verletzungen bei, denen das Opfer Monate später erliegt. Die Kripo ermittelt zwei damals 18 und 19 Jahre alte Männer als Tatverdächtige.

Februar: Die Ludwigsluster Stadtvertreter sind mit Tablet-PC ausgerüstet worden und erhalten auf einer Sondersitzung eine erste Einweisung in die moderne Technik. „Der Einsatz der Tablet-PC spart Papier und Arbeitszeit für das Kopieren und Versenden der Sitzungsunterlagen“, so Bürgermeister Reinhard Mach damals gegenüber SVZ.

März: Gilbert Küchler, Erster Polizeihauptkommissar, wird neuer Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust und tritt die Nachfolge von Christian Eichwitz an, der Ende 2013 den Ruhestand erreicht hatte. Der Verantwortungsbereich Küchlers umfasst ein Gebiet von knapp 1099 Quadratkilometern mit über 48  000 Einwohnern.

April: Während eines schweren Sturms entwurzelt eine Sturmbö auf der Klenower Straße in Ludwigslust einen über 20 Meter hohen Baum. Abstürzende Äste erschlagen einen 71-jährigen Rentner und beschädigen ein Wohnhaus. Die Staatsanwaltschaft stellt ein eingeleitetes Todesermittlungsverfahren später wieder ein. Ein Gutachten habe ergeben, dass der Vorfall nicht vorhersehbar gewesen wäre.

Mai: Die Kommunalwahlen bringen zum Teil überraschende Ergebnisse. Der „eigentliche Kracher“ bei der Wahl zur Ludwigsluster Stadtvertretung, so schreibt SVZ zwei Tage nach der Wahl, sei das sensationelle Abschneiden der „Alternative für Ludwigslust“ (AfL) gewesen, die auf Anhieb in das Stadtparlament einzieht.

Juni: Ein 14-jähriger Schüler rastet während eines Streitschlichtungsgesprächs im Ludwigsluster Gymnasium aus und tritt einer Lehrerin gegen den Kopf. Die Verletzungen müssen in einer Klinik behandelt werden.

Juli: Das Airbeat-One-Festival lockt wieder zahlreiche Fans aus dem In- und Ausland nach Neustadt-Glewe, nach offiziellen Angaben sind es über 20  000. Überschattet wird das Ereignis im Vorfeld von einem tragischen Unfall. Ein 51-Jähriger stürzt bei Arbeiten an der Beleuchtungsanlage 18 Meter in die Tiefe und stirbt im Krankenhaus an den Verletzungen.

August: In den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin wird die Dauerausstellung „Zehn Wochen Konzentrationslager Wöbbelin“ eröffnet. Über 300 Dokumente, Fotos, Filmaufnahmen und Gegenstände des Lageralltages werden hier gezeigt. Erinnert wird während der Eröffnung auch an den Zeitzeugen Erich Kary, der wenige Wochen zuvor verstorben war.

September: Die „Brücke im Zuge des Laascher Weges über die Strecke der Deutschen Bahn AG Ludwigslust-Waren“, so die offizielle Bezeichnung des Bauwerks in Ludwigslust, wird für den Verkehr freigegeben. Die neue Brücke ersetzt die alte Überführung, die im November 2011 wegen irreparabler Schäden gesperrt und später abgerissen wurde.

Oktober: Es war eine der – für viele Autofahrer allerdings äußerst schmerzvolle – Kuriositäten des Jahres. Sozusagen über Nacht wurden in Ortkrug ohne Vorankündigung gelbe Ortsschilder aufgestellt und damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h gesenkt. Folge: Innerhalb kürzester Zeit werden hier auf der B 106 zwischen Ludwigslust und Schwerin über 1000 Autofahrer geblitzt. Trotz Proteste, die sich u. a. auf den Gewöhnungseffekt langjähriger Pendler beziehen, werden schon kurz darauf erste Bescheide verschickt.

November: Die Stadtvertretung Neustadt-Glewes fasst einen Beschluss, der die Zukunft der Kita „Kiku Kinderland“ sichert. Einen Tag später bestätigt auch der Träger der Einrichtung, die Kinderzentren Kunterbunt aus Nürnberg, gegenüber SVZ, der Beschluss habe „uns in die Lage versetzt, unsere Kita Kiku Kinderland und unseren Hort ... fortzuführen.“

Dezember: Der zweite Bauabschnitt der Klenower Straße in Ludwigslust wird für den Verkehr freigegeben. Seit Mai waren die Arbeiten auf dem Abschnitt in Gang gewesen. Die Stadtverwaltung tritt Beschwerden von Anwohnern entgegen, die Arbeiten hätten sich zu lange hingezogen.

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