Ludwigslust : Gemeinsam in Beeten buddeln

Darf im Gemeinschaftsgarten nicht fehlen: Mitglieder des Kulturgartens Schwerin bauen Schneckenzaun auf.
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Darf im Gemeinschaftsgarten nicht fehlen: Mitglieder des Kulturgartens Schwerin bauen Schneckenzaun auf.

Bevor der „Zebef-Familiengarten“ starten kann, gabs Tipps von Heike Stegmann und Katharina Weu vom „Kulturgarten Schwerin“

svz.de von
15. Mai 2018, 08:00 Uhr

Gemeinsam gärtnern – dieser Plan steht dieses Jahr beim Mehrgenerationenhaus Zebef in Ludwigslust ganz oben auf der Liste. Zumindest bei Anne Bertram und Stefanie Eden. Die Frauen wollen einen Familiengarten im Ludwigsluster Kleingartenverein „Im Stüde“ aufbauen (wir berichteten). Doch bevor der erste Spatenstich erfolgen kann, holten sich die beiden Frauen jetzt „Nachhilfe“. Heike Stegmann und Katharina Weu vom „Kulturgarten Schwerin“ waren zu Gast im Zebef. Sie wissen, an welchen Stellen es hakt. Vor fünf Jahren haben sie den Gemeinschaftsgarten hinter Häusern in der Wismarschen Straße in Schwerin eröffnet. Leicht war es nicht. „Wir haben das Areal 2013 bei kniehohem Schnee übernommen. Es war einmal der zentrale Schulgarten. Als wir den Garten übernommen hatten, war fünf Jahre zuvor nichts mehr auf dem Gelände geschehen“, erzählt Katharina Weu die Anfänge des heutigen „Kulturgartens“.

In den vergangenen Jahren haben alle Mitglieder versucht, das Gelände urbar zu machen. Zwei der insgesamt fünf Gewächshäuser wurden auf dem insgesamt 7700 Quadratmeter großen Gelände saniert. Angebaut wird selbstverständlich seit einigen Jahren. Alles ökologisch, ohne Chemie. Darauf besteht Heike Stegmann. Sie hat irgendwie das Zepter in der Hand – plant die Beetpatenschaften, die Gießeinsätze, die Fruchtfolgen... „Ohne solcher Pläne würde es nicht funktionieren“, sagt Heike Stegmann und gibt Anne Bertram und Stefanie Eden dies als Tipp mit auf den Weg.

Anfänglich haben acht Leute mitgemacht – mittlerweile ist der Verein auf 28 Mitglieder und fünf Förderer angewachsen. Ein Erfolg. Doch der Weg dorthin war ebenso uneben wie das Gelände des Schweriner Kulturgartens. „Sicher ist, dass Sie sich davon verabschieden, alles auf einmal zu wollen“, sagt Katharina Weu. Da kann Stefanie Eden nur zustimmend nicken. Aus eigener Gartenerfahrung weiß sie, dass es nicht funktioniert, schöne Blumenbeete und ein großzügiges Angebot beim Obst und Gemüse zu haben. „Ich konzentriere mich erst einmal auf meine Blumen“, verrät Stefanie Eden.

Aktionstage, Veranstaltungen, Schulklassen... Projekte und Ideen gibt es auch im Schweriner Kulturgarten genügend. Ob das eins zu eins umzusetzen sein wird im Familiengarten des Zebef, werden Anne Bertram und Stefanie Eden am besten wissen. Beide Frauen sind Dank des Vortrages jetzt um einiges Wissen reicher. Vor allem auch, was die Fördermöglichkeiten angeht und welche Hindernisse es geben kann. „Rein ehrenamtlich ist es nur schwer zu machen“, gibt Heike Stegmann noch einmal zu bedenken.

Anne Bertram und Stefanie Eden sind guten Mutes, den brauchen sie auch. Sie wollen es wagen und vielleicht finden sich einige zusammen in der Parzelle des Kleingartenvereins „Im Stüden“, um auch Mangold, Zuckererbsen und Puffbohnen anzubauen.

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