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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 05:43 Uhr

Zarrentin : Gemeinsam ein Zeichen setzen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadt Zarrentin und Amt für Biosphäre: Jeder wirbt künftig für den anderen/Info-Abreißkarte soll in die Öffentlichkeit gebracht werden

von
erstellt am 16.Dez.2014 | 07:00 Uhr

Es solle fortan ein anderer Wind wehen, betont Bürgermeister Klaus Draeger und meint damit die künftige Zusammenarbeit zwischen der Stadt Zarrentin und dem örtlichen Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee im Pahlhuus . „Das darf man gern auch als ein Versprechen sehen, denn wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen“, sagt das Stadtoberhaupt. Gleich mitgebracht hat Draeger den Ausschussvorsitzenden für Wirtschaft und Tourismus Thomas Bönsch. „Viele Ansichten haben sich geändert. Wir meinen, die Biosphäre ist eher ein Segen für die Region, als ein Problem.“

Worte, die für Klaus Jarmatz, den Leiter der Biosphäre, wie Labsal wirken dürften. „Die Ebene der Zusammenarbeit war etwas in die Schieflage geraten“, umreißt dieser freundlich die leicht gestörte Kommunikation der letzten Jahre. Es habe Vorbehalte der Stadt gegenüber den Aufgaben seines Amtes gegeben.

„Man hat einfach zu wenig an einem Strang gezogen“, ergänzt Elke Dornblut als Zuständige für die Öffentlichkeitsarbeit der Behörde in der Wittenburger Chaussee. Und erntet dafür zustimmendes Kopfnicken aus der Runde, die etwas Verschwörerisches ausstrahlt.

Man habe jedoch nie das Gefühl gehabt, dass die Masse der Zarrentiner nicht hinter dem Amt und seinen vielfältigen Aufgaben stünde, erklärt Klaus Jarmatz weiter.

„Wir haben uns nach der Kommunalwahl im Mai auf die Fahnen geschrieben, die Zusammenarbeit mit dem Biosphärenamt zu suchen und zu verstärken. Als eindeutiger Wählerauftrag“, erinnert sich Klaus Draeger und verkündet zusammen mit Thomas Bönsch, dass schon erste Achtungszeichen vorlägen. Nämlich in Form eines Flyers, um den Touristen alle Ortsteile vorzustellen.

Klaus Jarmatz setzt noch einen drauf und berichtet, dass ab der nächsten Saison 2015 eine Info-Abreißkarte in die Öffentlichkeit gebracht werden solle. „Sozusagen als Achse Pahlhuus-Kloster, die es früher ja nicht wirklich gab. Jeder wirbt künftig für den anderen.“ Ziel sei es gewesen, mit der Stadtvertretung etwas zu entwickeln, das die Besucherzeit der Touristen in der Stadt verlängere. „Wir wollen ja nicht nur reden, sondern Vorzeigbares präsentieren.“

Mit dem neuen Angebot könne jeder Besucher etwas anfangen, weil es einen hohen Gebrauchswert habe, lobt Thomas Bönsch.

Spätestens ab März kommenden Jahres lägen die Info-Abreißkarten überall in der Schaalseestadt aus, beispielsweise an Infostellen, in der Gastronomie, in Cafés, an Campingorten und Sehenswürdigkeiten. Dieses Material werde allen kostenlos zur Verfügung gestellt. „Wir finanzieren das über das Projekt ,Landart‘ des Tourismusverbandes des Landes“, freut sich Jarmatz über diese Art der touristischen Werbung. „Wir müssen uns als gesamte Region darstellen, nur das hat Zukunft.“ Ein Alleinstellungsmerkmal sei der hohe Naturschutzwert dieses Lebensraumes rund um den Schaalsee.

Worte, die genau das beschreiben, was Bürgermeister Klaus Draeger schnell in Angriff nehmen möchte. „Es gibt beispielsweise einen großen Nachholebedarf an Fahrradwegen. Das werden wir in dieser Legislaturperiode anfassen, denn hier fehlt eine ganze Menge.“

Und weiß sich damit eins mit Klaus Jarmatz, der diesen Ist-Zustand nach 25 Jahren als „völlig unhaltbar“ bezeichnet.

„Wir kämpfen schon so lange für eine vernünftige Rad-Infrastruktur. Da gab es in der Vergangenheit keine Lobby-Arbeit. In diesem Punkt erhoffe ich mir von der neuen Stadtvertretung wirklich eine ganze Menge“, gesteht Jarmatz und spricht im selben Atemzug auch von einer Kurortprüfung. Ein Antrag solle irgendwann in gar nicht allzu langer Zeit gestellt werden.

Klaus Jarmatz: „Vieles, über das wir jetzt sprechen, sind zwar noch Absichten und Visionen, aber die muss man haben, sonst bewegt sich nichts, geht nichts voran.“

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