Wir in Brenz : Nie daran gedacht, Dorf zu verlassen

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André Schomann übernahm in Brenz die Firma seines Vaters

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23. November 2015, 11:12 Uhr

„Ich bin in Brenz aufgewachsen, und nie hat sich für mich die Frage gestellt, mein Dorf zu verlassen.“ Ein schöneres Kompliment kann es für eine Gemeinde eigentlich nicht geben. André Schomann jedenfalls fühlt sich hier wohl. Seit Januar 2015 ist er Chef der Firma Schomann Egon Straßenbau in Neu Brenz, eines von über 50 Unternehmen in der Gemeinde. Da übernahm er nämlich den Betrieb von seinem Vater Egon, der ihn 1978 gegründet hatte.

Wenn in Brenz oder anderen Kommunen der Region zum Beispiel ein Gehweg mit Naturstein gepflastert wird, eine Toreinfahrt oder Terrasse entstehen oder auch Rohrleitungen verlegt werden, dann kann durchaus André Schomanns Unternehmen damit beschäftigt sein. „Wir sind auch bis hin nach Schwerin tätig “, erzählt der 41-jährige Maurermeister, der zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Dass der Arbeitstag als Unternehmer nicht nach acht Stunden beendet ist, weiß André Schomann nicht erst, seit er Vaters Betrieb übernommen hat. Immerhin arbeitete er hier schon seit 1997. Zuvor war er in einem Ludwigsluster Unternehmen beschäftigt.

Die eigene Firma läuft, wie es umgangssprachlich heißt. Doch allein damit ist nicht zu erklären, warum sich André Schomann in Brenz wohl fühlt. Auch ganz privat stimmt es für ihn und seine Familie. Ehefrau Manuela (39), die aus Stolpe stammt und staatlich anerkannte Erzieherin ist, arbeitet fast nebenan in der Kindertagesstätte „Bummi“ in Alt Brenz. Gemeinsam mit den Töchtern Lena (15) und Lara (10) lebt die Familie in Andrés Elternhaus in Neu Brenz. „Unsere Wohnung ist genau dort, wo früher der Stall war“, schmunzelt André Schomann. „Wir haben nämlich umgebaut.“ Mit im Haus leben natürlich auch seine Eltern.

André Schomann ist keiner, der nach dem Motto lebt: „Lass’ die anderen mal machen!“ Er möchte, dass es in seinem 785 Jahre alten – und doch so jungen – Dorf weiter voran geht. Auch deshalb sitzt er für die „Freien Wähler Brenz“ in der dortigen Gemeindevertretung. „Man kennt sich in unserem schönen Dorf. Wenn es mal Probleme gibt, findet man auf jeden Fall immer jemanden, zu dem man gehen kann.“

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