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Wir in Brunow : Bauernmarkt als Treffpunkt geschätzt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Diese Art regionales Engagement ist weit über Kreisgrenzen hinaus bekannt

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 16:12 Uhr

Elke Schult und Sigrid Spitzer sitzen an einem Tisch im Bauernmarkt in Brunow, die beiden Frauen von der Agrargenossenschaft Bruno schneiden Wurst. „Das ist für die Soljanka, die zum Weihnachtsmarkt angeboten wird“, verrät uns Ute Kolbe. Sie ist die Leiterin des Bauernmarktes in Brunow und freut sich über die Unterstützung. „Hier hilft ein jeder mit, wenn Feste und Feiern anstehen“, so Ute Kolbe, während sie wieder eine Lieferung bekommt und die Ware quittieren muss. Guido Korn trägt mehrere Behälter mit Erzeugnissen in den Markt. „Die sind aus meiner eigenen Fleischerei in Putlitz“, sagt er und er findet das Prinzip, regionale Produkte aus eigener Produktion im Bauernmarkt anzubieten, eine gute Sache. Dieter Niemann, der inzwischen auch zur Kaffeepause am Tisch Platz genommen hatte, kann das nur bestätigen.

Ute Kolbe und ihre Kollegin Carola Meißner arbeiten gern hier, ihr Bauernmarkt ist eine Institution, Ort, wo man gut einkaufen kann, wo man sich zum Klönen und zum Austausch von Neuigkeiten trifft. Und wo man ein schmackhaftes Mittagessen bekommen kann. „Zehn bis 15 Portionen bieten wir am Mittag an“, so Carola Meißner.

„Die Leute kommen gern hierher, und viele auch von außerhalb“, so Ute Kolbe. „Wir haben Kunden, die reglemäßig kommen, einfach auch, um sich in geselliger Runde zusammenzusetzen.“ So wie zum Beispiel die Landfrauen, die sich zum Kaffeeplausch treffen, wenn ihren Besuch auf dem Friedhof beendet haben. „Oder wie die Gruppe älterer Herren, die sich zweimal in der Woche hier im Bauernmarkt einfinden. Fünf bis sechs Leute, die sogar ihr eigenes Stammtisch-Schild haben.

Den Bauernmarkt in Brunow, der in dieser Form im Landkreis wohl einmalig ist, haben schon viele Leute aufgesucht, und die Resonanz auf die Angebote waren durchweg positiv. davon konnte sich auch Erwin Sellering, der Ministerpräsident unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern auf seiner Sommertour im Juni 2014 überzeugen, als er sich den Bauernmarkt in der Neuen Dorfmitte ansehen wollte. Bürgermeisterin Heike Bartczak und Architektin Annett Ohm erläuterten dem Ministerpräsidenten den Werdegang des Projekts, als aus einem unscheinbaren Verkaufsraum und dank einer Förderung von gut 100  000 Euro sowie vieler Stunden an Eigenleistungen eine moderne Verkaufseinrichtung wurde, die von der Agrargenossenschaft Brunow betrieben wird. Hier gibt es alles frisch: Wurst und Fleisch von der Agrargenossenschaft Brunow, Gemüse, Obst, aktuell darf natürlich auch Spargel im Angebot nicht fehlen. Und es gibt hier auch eine Poststelle. Und dafgür gab es Lob vom Ministerpräsidenten. „Brunow ist ein gutes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann, wenn die Leute ein Projekt verfolgen und man sie machen lässt.“ Recht hat er und möge der Bauernmarkt auch Zukunft seinem Anspruch als Dorfmittelpunkt gerecht werden.

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