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Spornitz : Gemeinde kämpft für Praxis und Kindertagesstätte

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeinde Spornitz will Infrastruktur ausbauen / Bundestagsabgeordnete hilft bei Suche nach einem Arzt

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 14:53 Uhr

Rund 250 000 Euro hat die Gemeinde Spornitz in den vergangenen Jahren in die Sanierung des Kindergartengebäudes gesteckt. Jetzt soll die Einrichtung, die von der Volkssolidarität betrieben wird, mit weiteren 300 000 Euro modernisiert werden. Der Bauausschuss der Kommune stimmte am Dienstagabend für eine große Variante der Investition - mit Umbau der Krippenräume, Erweiterung des Eingangsbereichs, Oberlicht im Flur, energetischer Sanierung mit neuer Heizung, Fassaden-Isolierung und einer bodentiefen Fensterfront. Für das Projekt will die Kommune um Fördermittel werben, sagt Bürgermeister Dieter Eckert.

„Wir müssen die Sicherheit gewährleisten“, erklärt Petra Troch, die Kita-Leiterin. Mit mehr Glas in der Außenfront kommt auch mehr Licht in den Kindergarten. „Wir müssen uns der Zeit anpassen“, ist Petra Troch überzeugt. „Die Leute schauen zuerst auf den Rahmen und dann auf das pädagogische Konzept.“

Petra Troch und ihr Team stellten ihre Einrichtung am Dienstagnachmittag der Bundestagsabgeordneten Karin Strenz (CDU) vor, die auf ihrer Sommertour in der Region Station machte. Bürgermeister Dieter Eckert zeigte Karin Strenz auch ein Sorgenkind der Gemeinde: die Notarztpraxis. Damit überhaupt ein Mediziner im Ort Sprechstunde abhalten kann, hat der Bürgermeister vorläufig sein Sprechzimmer im Gemeindehaus geopfert. Hier kümmert sich an zwei Tagen in der Woche ein Mediziner um die Spornitzer Patienten, der seine eigentliche Praxis im benachbarten Neustadt-Glewe hat.

Spornitz startet einen neuen Versuch, um einen Arzt anzusiedeln. Ein vorangegangener hatte sich für die Gemeinde als Enttäuschung erwiesen. In einer großen bundesweiten Kampagne hatte die Kommune, als die bisherige Ärztin in den Ruhestand ging, nach einem Nachfolger gesucht. Als sich endlich jemanden fand, habe die Kommune ihm die Wege geebnet, die Feuerwehr dessen Umzug nach Spornitz übernommen und die Ärztin dem neuen Doktor eine komplette Praxis hinterlassen, berichtet der Bürgermeister. Umso größer war die Enttäuschung der Spornitzer, als der Arzt sich dann in einer anderen Gegend im Landkreis Ludwigslust-Parchim ansiedelte, ist Eckerts Worten zu entnehmen.

Jetzt gibt es einen neue Chance, einen Landarzt nach Spornitz zu locken. Ein Investor errichtet im Ort eine Anlage für betreutes Wohnen. In diesen Komplex sollen auch ein Pflegedienst und eine Arztpraxis integriert werden, sagt der Bürgermeister.

Die Suche nach einem neuen Doktor hat begonnen. Daran beteiligt sich auch die Bundestagsabgeordnete Karin Strenz. Sie hat eine Anzeige der Gemeinde auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Strenz ist sich bewusst, dass es schwer wird, in Deutschland jemanden für diese Aufgabe zu gewinnen. Deshalb soll die Doktor-Suche jetzt auch international angelegt werden, wie sie gegenüber unserer Zeitung erklärte.

 

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