Grabow : Geld vom Land für neue Turnhalle

Die Mädchen der Tanzgruppe „Flighty Skirts“ bei ihrem Auftritt.
Die Mädchen der Tanzgruppe „Flighty Skirts“ bei ihrem Auftritt.

Stadt Grabow erhielt aus Schwerin Zuwendungsbescheid über rund 1,08 Millionen Euro. Baustart im Frühjahr 2018 vorgesehen

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01. Februar 2018, 20:45 Uhr

Die Mädchen der Tanzgruppe „Flighty Skirts“ zeigten in der Aula der Grundschule „Eldekinder“ in Grabow ihr Können, die Schüler der 1. bis 4. Klassen sparten nicht mit Beifall. Das kleine Programm war der Auftakt für einen ganz besonderen Moment: Aus der Landeshauptstadt Schwerin war Marion Zinke gekommen. Die Leiterin der Abteilung Landwirtschaft und ländliche Räume im Agrarministerium überreichte an Stefan Sternberg, den Bürgermeister der Stadt Grabow, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 500 000 Euro. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und sind für den Bau einer neuen Sporthalle vorgesehen. Mit weiteren 583 480 Euro beteiligt sich das Innenministerium an dem insgesamt rund 1,9 Millionen Euro teuren Bauvorhaben. Der Eigenanteil der Stadt ist im aktuellen Haushalt eingestellt. „Wir sind von den Finanzen sehr stabil aufgestellt. 2018 steht Grabow vor dem größten Investitionspaket seiner Geschichte. Das geplante Investitionsprogramm umfasst ein Volumen von rund sechs Millionen Euro, wobei etwa 2,7 Mio. Euro aus eigenen Mitteln der Stadt fließen.“ Anerkennung gab es von Dirk Friedriszik. „Grabow hat sich in den vergangenen Jahren finanziell gut entwickelt, das ist bemerkenswert“, ergänzt der SPD-Landtagsabgeordnete.

Mit dem Neubau der Sporthalle auf dem Grundstück der Grundschule „Eldekinder“ will die Stadt Grabow zum Schuljahr 2018/19 dringend benötigte Kapazitäten für den Schul- und Breitensport schaffen. „Vor gut zweieinhalb Jahren haben wir mit der Planung angefangen“, erinnert sich der Bürgermeister. Nun freut er sich, genauso wie die anwesenden Grabower Stadtvertreter, dass es mit dem Vorhaben bald losgehen kann. „Die Unterlagen sind alle vorhanden, die Baugenehmigung liegt vor, wir können loslegen“, so Stefan Sternberg. Baustart könnte Ende April, Anfang Mai sein, die Bauzeit beträgt 14 Monate. Technische Details verrät Architektin Annett Ohm. „Die neue Sporthalle ist eine Eineinhalb-Felder-Halle, 800 Quadratmeter groß, 20 mal 40 Meter.“ Sie verfügt über verschiedene Funktionsbereiche und einen separaten Eingang. „Hier gibt es aber nicht nur Sport, sondern es finden auch andere Veranstaltungen statt. So, wenn die Schulen zum Beispiel kulturelle Sachen, wie Tabaluga-Aufführung, planen, dann wird die Halle auch dafür genutzt“, sagt Stefan Sternberg.

Über eine neue Turnhalle freuen sich die Grundschüler natürlich sehr. Die Kinder würden sich im Zuge des Neubaus, der in unmittelbarer Nähe der vorhandenen Sporthalle entsteht, auch ein Fußballfeld wünschen. „Das wird ein Bolzplatz für den Pausenbereich sein, der sich auf dem Schulgelände befindet“, erklärt Stefan Sternberg.

Zu den Nutzern der Sporthalle werden neben den Schülern der Grund- und der benachbarten Regionalschule „Friedrich Rohr“ auch die vier Grabower Kindertagesstätten, die Sportvereine und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt gehören, ließ der Bürgermeister am Rande der Veranstaltung in der Aula wissen.

Die bunte Stadt an der Elde hat sich gut entwickelt: In Grabow und im Amt sind seit 2007 innerhalb der Förderung des ländlichen Raumes 23 Fördervorhaben mit rund 4,2 Millionen Euro unterstützt worden. Damit konnten Investitionen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro realisiert werden.

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