Dömitz : Geld für Eisenbahnbrücke Dömitz

Die dringend notwendigen und aufwändigen Sanierungsarbeiten an dem zunehmend verfallenden Brückengebäude können nun vom Architekten detailliert geplant und für das Jahr 2017 vorbereitet werden,
Die dringend notwendigen und aufwändigen Sanierungsarbeiten an dem zunehmend verfallenden Brückengebäude können nun vom Architekten detailliert geplant und für das Jahr 2017 vorbereitet werden,

Bund fördert im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms den Erhalt des geschichtsträchtigen Bauwerkes mit rund 330 000 Euro

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27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

„Mit der Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von rund 330  000 Euro im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms der Bundesregierung ist nun der für den weiteren Erhalt der Dömitzer Eisenbahnbrücke erste große Schritt getan“, erklärt Helmar Süßenbach vom Freundeskreis Dömitzer Eisenbahnbrücke.

Die Höhe der Fördermittel für ein einzelnes Baudenkmal sei im Landkreis Lüchow-Dannenberg bisher einmalig.

Es hat sich also für den holländischen Privatinvestor Dr. Toni Bienemann positiv ausgewirkt, dass nach anfänglicher Ablehnung ein zweiter Förderantrag durch den Architekten Ralf Pohlmann gestellt wurde.

Die einvernehmliche Befürwortung des Förderantrages durch die Entscheidungsträger in der Denkmalpflege des Landes und des Landkreises hat, genau wie der Einsatz des Bürgermeisters der Samtgemeinde Elbtalaue Jürgen Meyer, dabei maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Alle Beteiligten haben die überregionale Bedeutung dieses Bauwerks mit seinen Alleinstellungsmerkmalen als technisches und zeitgeschichtlich bedeutsames Denkmal erkannt und nachdrücklich unterstützt.


Planungen für Nutzung können anlaufen


Die dringend notwendigen und aufwändigen Sanierungsarbeiten an dem zunehmend verfallenden Brückengebäude können nun vom Architekten detailliert geplant und für das Jahr 2017 vorbereitet werden. Nachdem auch Dr. Bienemann, der niederländische Brückeneigentümer, seinen unerlässlichen Anteil von ca. 330  000 Euro zugesichert habe. so Helmar Süßenbach.

Die vom Architekten Ralf Pohlmann ermittelten Kosten für die Sanierung der Bausubstanz des Brückenhauses sind durch die jetzt zur Verfügung stehenden Gesamtmittel abgedeckt. Damit können zugleich auch die Planungen für eine nachhaltige Nutzung der Dömitzer Eisenbahnbrücke anlaufen. Der in der idyllischen Elbtalaue am vielbefahrenen Elbe-Radweg gelegene imposante Brückentorso von 1873 mit dem wehrhaft gestalteten Brückenhaus und seinen 16 durch die Schwedler-Bauweise beschwingt wirkenden Flutbrückenbögen kann für den Tourismus neue Impulse setzen. Das insgesamt ca. 600 Meter lange Bauwerk könnte künftig als technisches und zeitgeschichtlich symbolhaftes Baudenkmal mit seiner exponierten Lage im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue kulturellen und naturkundlichen Zwecken dienen.

Der Freundeskreis Dömitzer Eisenbahnbrücke ist bereit, an dem in Aussicht gestellten Treffen des Brückeneigentümers und seines Architekten mit Vertretern aller betroffenen öffentlichen Institutionen teilzunehmen und sich auch an den weiteren Planungsarbeiten für ein Nutzungskonzept zu beteiligen.

Es wäre aus der Sicht des Freundeskreises zu wünschen, dass dieses Projekt an der Elbe im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Tourismus im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine sinnvolle Ergänzung zu dem Unesco-Weltkulturerbe-Projekt mit den Rundlingen im Wendland bietet.







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