Neu Kaliss : Geflochtene Zöpfe und Buttercremetorte

Bäckermeister Roland Görlitz erklärt den Teilnehmern des Vhs-Backkurses die nächsten Schritte. Fotos: Michael Seifert
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Bäckermeister Roland Görlitz erklärt den Teilnehmern des Vhs-Backkurses die nächsten Schritte. Fotos: Michael Seifert

Bäckermeister Roland Görlitz aus Neu Kaliß stand den Teilnehmern eines Volkshochschul-Kurses beim österlichen Backen mit Rat und Tat zur Seite.

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26. März 2016, 07:00 Uhr

„Beim Zopfflechten für den Osterkranz hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten“, schmunzelt Brigitte Schrickel aus Boek in der Gemeinde Gorlosen. „Aber es macht mir hier beim Kurs von Bäckermeister Roland Görlitz viel Spaß, und man kann ja auch nur dazulernen“, so die Hobbybäckerin, die mit Gleichgesinnten am Kurs der Kreisvolkshochschule teilnimmt. „Traditionelles Backhandwerk in der modernen Backstube steht dieses Mal auf dem Kursplan“, sagt Sandra Duwe, die an der Volkshochschule als pädagogische Mitarbeiterin tätig ist. „Ich selbst bin mit dabei, weil es mich nicht nur privat interessiert, sondern weil wir als Vhs-Mitarbeiter dann den Kursteilnehmern schon einmal sagen können, was sie erwartet.“


Hobbybäcker versuchen sich am Feingebäck


An österlichem Feingebäck und Torten können sich die zwölf Teilnehmer dieses Kurses versuchen. „Von der Hausfrau bis zum Unternehmer ist alles mit dabei“, schmunzelt Bäckermeister Roland Görlitz, der den backfreudigen Männern und Frauen mit Rat und Tat zur Seite steht. Und das immerhin über gut vier Stunden, denn solange dauert der Kurs.

Jedenfalls freut sich Meister Görlitz über die große Resonanz, und den Leuten, die zu ihm kommen, gefällt es auch. „Ich war auch bei der Weihnachtsbäckerei im Vorjahr dabei“, so Brigitte Schrickel. „Und ich würde wiederkommen. Denn es gibt zwar viele Rezepte, aber wie das dann in der Praxis aussieht, was alles zu beachten ist, damit ein ordentliches Produkt rauskommt, das ist schon spannend.“ Roland Görlitz wird es freuen, das zu hören, und auch er selbst nimmt von diesen Veranstaltungen viel mit. „Für die Vhs biete ich seit gut eineinhalb Jahren solche Backkurse an. Ich bin damals von Sandra Duwe angesprochen worden und habe zugesagt. Brot, Brötchen, Torten und Stollen sowie Pfeffernüsse haben wir hier in unserer Backstube in Neu Kaliß schon hergestellt. Es macht immer wieder Spaß.“ Für die Gäste gibt es zur Begrüßung ein Glas Sekt, auch Wasser, zur Weihnachtsbäckerei konnten die Kursteilnehmer auch den als Zutat gedachten Likör probieren.

Am Tag des Osterback-Kurses serviert des Bäckermeisters Ehefrau Birgit Schmalzstullen mit Brot verschiedener Sorten. Kostproben anderer Art gibt es dann beim Zubereiten der Torten aus Biskuitteig. Die selbst hergestellte Buttercreme schmeckt auf jeden Fall schon einmal.


Spaß haben unter Gleichgesinnten


Mit in der Runde ist auch Uwe Röhl aus Zierzow. Der 49-Jährige schaut schon erwartungsvoll auf seinen Tortenboden und auf das, was kommen soll – die Buttercreme wird dann per Spritztüte in mehreren Schichten aufgetragen. „Ich mache hier mit, weil es Spaß macht, sich mit Gleichgesinnten auszuprobieren, zu backen und dabei verschiedene Kreationen zu bekommen“, so der Zierzower, der auch schon bei der Weihnachtsbäckerei im Dezember mitmachte. Das sieht auch Andreas Hubert aus Wittenburg so. „Ich habe mich dafür angemeldet, um das auch einmal kennenzulernen. Heute Abend versuche ich mich an einem typischen Osterbackwerk, einem geflochtenen Zopf mit Marzipanteig und Ostereiern obendrauf“, lacht Hubert. Das Schönste ist dabei, dass die Kursteilnehmer ihre Werke auch mit nach Hause nehmen können. „Ich habe früher in den Ferien in der Wittenburger Backstube gearbeitet. Da wollte ich nun eben auch mal einen solchen Kurs mitmachen.“ In Sachen Vhs-Kurse hat Andreas Hubert auch schon Erfahrung, er nimmt viele Angebote der verschiedensten Bildungsrichtungen wahr. „Ich habe schon einen Englisch-Kurs und einen Schinken-Räucher-Kurs mitgemacht. Das hat mir auch gefallen.“

Nach gut vier Stunden ist der Kurs zu Ende und die Teilnehmer sind glücklich und zufrieden mit ihren Ergebnissen, darunter auch lustig anzusehende Kreationen. Und für Bäckermeister Görlitz blieb die Erkenntnis, dass das Interesse an solchen Angeboten nach wie vor groß ist. „Die Leute machen nicht nur mit, sie fragen auch gezielt, welche Zutaten hineinkommen, wie ein Sauerteig gemacht wird. Und wir erklären ihnen auch, dass wir ohne Zusatzstoffe arbeiten, dass für uns gesunde Ernährung an erster Stelle steht und wir auf Bio und Naturprodukte viel Wert legen.“

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