Schlesin : Gedenkstein in Schlesin enthüllt

Zahlreich waren die Schlesiner zur Enthüllung des Gedenksteins zum Dorfjubiläum erschienen.  Fotos: Michael Seifert
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Zahlreich waren die Schlesiner zur Enthüllung des Gedenksteins zum Dorfjubiläum erschienen. Fotos: Michael Seifert

Das 625-jährige Dorfjubiläum feierten die Einwohner des Ortsteils der Gemeinde Grebs-Niendorf am Wochenende mit vielen Gästen

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31. August 2015, 07:00 Uhr

Das Dorf Schlesin feiert Jubiläum: 625 Jahre besteht der Ort und da gab es natürlich am Wochenende neben Feiern im Festzelt, Tanz und geselligem Beisammensein mit einem Blick in die Ortschronik und Frühschoppen am Sonntag auch einen ganz besonderen Moment am Sonnabendnachmittag. Der Gehweg an der Buswendeschleife am Schlesiner Hof war voller Menschen, Auswärtige, die dort am Sonnabend vorbeikamen, hätte glauben können, das ganze Dorf wäre auf den Beinen. Und eigentlich stimmt das ja auch, so Detlef Schranck, Bürgermeister der Gemeinde Grebs-Niendorf, zu dem der Ortsteil Schlesin mit aktuell rund 60 Einwohnern gehört. Alt und Jung waren gekommen, um den Gedenkstein, der auf der neu gestalteten Grünfläche am Buswendeplatz steht, einzuweihen. Dieser knapp zehn Tonnen schwere Findling, mit einer entsprechenden Inschrift versehen, wurde von Bürgermeister Detlef Schranck und Rainer Ehbrecht als Vertreter der Firma August Kahl, im Beisein des Amtsvorstehers des Amtes Dömitz-Malliß, Burkhard Thees, und von Bürgermeistern umliegender Gemeinden unter großem Beifall enthüllt.

Die Firma August Kahl hatte den Schriftzug „1390 - 2015 625 Jahre Schlesin“ gesponsert. Und Rainer Ehbrecht kann sich noch gut an den steinernen Koloss erinnern, der in der alten Kiesgrube auf dem Weg zum Schlesiner Hof lag und auf dem er als Kind immer spielte. Vor einigen Jahren wollten Förster den Findling schon mal mitnehmen, aber es gelang ihnen nicht, er war zu schwer. Nun hat er einen würdigen Platz am Buswendeplatz gefunden und wird nicht nur Einheimische, sondern auch die Durchfahrenden an dieses wichtige Datum für Schlesin erinnern. „An diesem Wochenende erinnern wir an die Ersterwähnung des kleinen Ortes Schlesin vor 625 Jahren“, so Detlef Schranck. „In den zurückliegenden Jahrhunderten haben hier viele Generationen gelebt und gearbeitet. In guten wie in weniger guten Zeiten. Das bezeugen auch viele der Dokumente, die wir in unserer Dorfchronik zusammentragen konnten. Die Arbeit all dieser Menschen hat Schlesin zu dem gemacht, was es heute ist. Ein lebendiges Dorf in der Griesen Gegend.“ Längst vergangen sind die Zeiten, wo es in Schlesin weder Strom noch Telefon oder gar eine moderne Straßenanbindung gab. „Heute ist Schlesin so modern wie all unsere Ortsteile in der Gemeinde. Die gute Infrastruktur macht den Ort für seine Einwohner attraktiv. Das gilt insbesondere seit dem Bau der Straße nach Heidhof und schließt nicht zuletzt das Vorhandensein einer schnellen Internetverbindung mit ein. Wer mit offenen Augen durch den Ort geht, wird sehen, es geht voran. In Schlesin wie auch in den anderen Ortsteilen unserer Gemeinde.“ Und Bürgermeister Schranck möchte sich beim Festausschuss, den Kameraden der Feuerwehr und nicht zuletzt bei der Ortschronistin Mareen Modersitzki für ihre aktive Unterstützung bedanken. „Sie hat als ehemalige Niendorferin im letzten halben Jahr die Schlesiner Ortschronik komplett überarbeitet. Und das wohlgemerkt ehrenamtlich.“ Danken wollte der Bürgermeister ebenso auch den vielen Einwohnerinnen und Einwohnern, die für die Chronik nochmals umfangreiche Dokumente und Fotos zur Verfügung gestellt haben. Auch zukünftige Generationen werden sicher gerne darauf zurückgreifen.

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