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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 05:13 Uhr

Ludwigslust : Gedenken an Schlacht von Halen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Fünf Ludwigsluster machten sich auf den 650 Kilometer langen Weg nach Flandern / Kranz niedergelegt

von
erstellt am 15.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Das flandrische Städtchen Halen in der Provinz Limburg ist ein beschaulicher Flecken mit rund 9000 Einwohnern. Vor 100 Jahren war das anders. Hier wurde eines der ersten Gefechte des Ersten Weltkrieges geschlagen. Es ist als „Schlacht der silbernen Helme“ in die Geschichte eingegangen, und der Name der Stadt Ludwigslust spielt eine Rolle. Das hier stationierte Dragonerregiment Nr. 17 war an dem Gefecht beteiligt.

Anlass für fünf Ludwigsluster, sich dieser Tage auf die siebenstündige Autofahrt nach Belgien zu begeben, um an der Gedenkfeier zur 100. Wiederkehr der Ereignisse vom August 1914 teilzunehmen. Bernd Wollschläger, Joachim Kalide, Peter Küchler Andreas Behncke und Thomas Warmbier haben dabei miterlebt, wie eine neue Gedenkstätte durch einen Pfarrer geweiht wurde und selbst einen Kranz niedergelegt – zum Gedenken an die gefallenen Ludwigsluster, aber auch die anderen Soldaten, die dort ihr Leben lassen mussten.

„Ich war beeindruckt von dem, was wir in Belgien erlebt haben, aber auch von den Begegnungen mit anderen Teilnehmern der Gedenkveranstaltung“, sagt Thomas Warmbier. Kranzniederlegung, Gedenkgottesdienst, militärisches Zeremoniell mit einer Ehrenformation der belgischen Armee unter Teilnahme des Generaladjutanten von König Philippe, Vorträge von Militärhistorikern und Empfang bei Bürgermeister Erik van Roelen – die fünf Ludwigsluster waren dabei.

Nur wenige Tage nach Beginn der Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges war es bei dem Ort Halen am 12. August 1914 zu Reiterattacken gekommen, an denen auch Dragoner aus Ludwigslust und Parchim teilnahmen. Die Angriffe brachen im belgischen Maschinengewehrfeuer blutig zusammen. Innerhalb einer Stunde starben über 300 Angehörige beider Regimenter, wurden verwundet oder gefangen genommen.

Aktuell informiert eine Ausstellung im Ludwigsluster Natureum über das Gefecht bei Halen. Sie ist zugleich eine Mahnung an die heutige Generation, nicht zu vergessen.

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