zur Navigation springen

Neustadt-Glewe : Gasrohre unter der Elde neu verlegt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Transportleitung bei Neustadt-Glewe wird in den nächsten Wochen erneuert/ HanseWerk AG investiert 250 000 Euro in die Versorgungssicherheit

von
erstellt am 08.Jul.2015 | 07:00 Uhr

Mitten im Wald im Revier Wabel: Handwerker der Firma Dau Rohrleitungsbau mit Sitz in Lübz bereiten bei sommerlichen Temperaturen an der Verbindungsstelle zweier Rohre den Korrosionsschutz vor. Die Rohrleitungsspezialisten sind hier im Auftrag der HanseWerk AG dabei, einen wichtigen Abschnitt der 160 Kilometer langen Hochdruckleitung zu sanieren.

„Das ist eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Infrastruktur in der Gasversorgung“, war beim Rundgang über die Baustelle von Karsten Mekelborg zu hören. Er ist Teamleiter für Planung/Bau Vertriebsnetze bei der HanseWerk AG und führte gemeinsam mit Projektmanager Thorsten Gnadke Vertreter aus den Kommunen des Versorgungsgebietes sowie aus den Ämtern Ludwigslust-Land und Neustadt-Glewe über das Baufeld.

„Wir investieren hier rund 250  000 Euro in die Versorgungssicherheit im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dabei wird ein rund 680 Meter langer Abschnitt einer Gastransportleitung erneuert und das ganz ohne Versorgungsunterbrechung für die angeschlossenen Gemeinden“, erläutert Karsten Mekelborg im Beisein von Jörg Peters, Kommunalbetreuer von HanseWerk. „Die Trasse“, so Karsten Mekelborg, „wurde in den 60er Jahren gebaut und wird seit 1991 Stück für Stück erneuert. Für 75 Prozent der Gastransportleitung trifft das bereits zu“, erklärt der Fachmann. Und die Transportleitung ist von großer Bedeutung, denn sie ist eine der Hauptleitungen für Mecklenburg-Vorpommern. Die Trasse versorgt die Städte Parchim, Ludwigslust, Plau am See, Lübz, den Bereich um Lübtheen und Dömitz.

Trasse verläuft von Parchim bis Boizenburg

Die Hochdruckleitung transportiert Erdgas mit einem Biogas-Anteil von zehn Prozent mit einem Druck von rund 20 bar von Parchim (Neuhof) bis Boizenburg. Die Bauarbeiten sind seit gut zwei Wochen im Gange, sagte Ronald Dau, Geschäftsführer der ausführenden Firma Dau Rohrleitungsbau. „Wenn alles planmäßig läuft, werden wir mit unseren Arbeiten in sechs Wochen fertig sein. Ein Teil der Trasse muss laut Vorgaben des Wasser- und Schiffahrtsamtes Lauenburg (WSA) unter der Elde-Müritz-Wasserstraße verlegt werden. Für die Männer der Firma Dau eine besondere Herausforderung, für die sie als Subunternehmer eine Spezialbohrfirma geholt haben. „Die Bohrung dieses Trassenabschnitts ist 180 Meter lang. Die Rohre werden an dieser Stelle fünf Meter unter der Sole der Elde verlegt, das ist tiefer als eigentlich normal üblich“, so Projektmanager Thorsten Gnadke. „Das ist ein seltenes Bohrverfahren, das aber so vom WSA gefordert wurde.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen