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Ludwigslust : Gartenlauben vor Einbrechern schützen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei appelliert an Kleingärtner und Bootsschuppenbesitzer, wachsam zu sein / Am morgigen Sonntag ist bundesweiter Tag des Einbruchschutzes

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erstellt am 25.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Immer öfter sehen es Ganoven auf Gartenlauben ab. Allein im Verantwortungsbereich des Polizeihauptreviers Ludwigslust wurden in diesem Jahr bisher 44 Einbrüche in Kleingärten registriert. Aber auch in anderen Regionen des Landkreises Ludwigslust-Parchim sind die Einbrecher aktiv.

In den Kleingarten- und Bootsschuppenanlagen herrscht im Winter bekanntermaßen kein oder nur wenig Betrieb. Die Besitzer machen ihre Anlagen derzeit winterfest. „Ein Hauptaugenmerk sollte dabei unbedingt auf die Sicherung der Gebäude bzw. der Werkzeug- und Geräteschuppen gelegt werden. Denn leider muss die Polizei, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, immer wieder Einbrüche in Garten- und Bootshäuser registrieren“, sagt der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, Klaus Wiechmann. So wurden der Polizei in diesem Jahr bereits über 230 Gartenlaubeneinbrüche im Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet. Schwerpunkte waren neben Ludwigslust die Regionen Parchim und Hagenow, hier insbesondere der Bereich Wittenburg.

Dabei waren die Täter meist auf der Suche nach Wertgegenständen, teuren Werkzeugen und Gartengeräten. Wie Klaus Wiechmann sagt, hinterließen sie bei ihren Diebestouren in aller Regel auch Sachschäden, die nicht selten den Wert des Diebesgutes überstiegen.

Grund genug, spätestens jetzt entsprechende Vorsorge zum Schutz vor Einbrechern zu treffen. Wiechmann rät: „Dabei sollte man seinen Garten bzw. seine Bootshausanlage ruhig einmal mit den Augen eines Einbrechers betrachten, um so Schwachpunkte analysieren zu können. Beliebte Einstiegspunkte sind nach wie vor Fenster, Türen und Dachluken. Statten Sie deshalb ihre Gebäude mit einem stabilen und soliden Grundschutz aus.“

Weiter betont der Polizeisprecher, dass keine Gegenstände von Wert im Garten- oder Bootshaus gelagert werden sollten. Insbesondere auf Unterhaltungselektronik, teure Werkzeuge und Bootsmotoren hätten es Diebe häufig abgesehen. Satellitenantennen sollten möglichst demontiert, Werkzeuge und Geräte gekennzeichnet und vorhandene Seriennummern notiert werden. Kisten, Leitern und Mülltonnen könnten als Steighilfe dienen, sollten deshalb weggeschlossen werden. Polizeisprecher Klaus Wiechmann rät auch, keine Zweitschlüssel zum Beispiel in Blumentöpfen oder unter Fußmatten zu verstecken. Besitzer sollten ihre Gärten oder Bootsschuppen auch in den Wintermonaten regelmäßig besuchen. „Nehmen Sie diesbezüglich auch Kontakt mit ihrem Vereinsvorstand auf, um bestenfalls gemeinsame Kontrollgänge zu unternehmen“, so Wiechmann.

Trotz aller Vorsorge gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern. Im Schadensfall muss sofort die Polizei informiert werden. Um mögliche Spuren nicht zu beseitigen, darf am Tatort nichts verändert werden. Ausdrücklich warnt die Polizei davor, selbst einen mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat zu stellen. Wiechmann: „Rufen Sie über den Notruf 110 immer die Polizei.“ Weitere Infos dazu finden sich auch im Internet (www.polizei-beratung.de). Vereinsvorstände können sich zu konkreten Gegebenheiten und Belangen vor Ort mit der Polizei abstimmen.

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